MonztA, einer der bekanntesten Macher für Filterlisten für Adblock Plus, hat ein neues Projekt ins Leben gerufen: SocialMediaBlock-Filterliste für Adblock Plus. Web 2.0-Gedöns, welches jeden unserer Schritte verfolgt, trackt und auswertet, gibt es mittlerweile wie Sand am mehr. Als Beispiel seien hier Flattr oder die Facebook Like-Button genannt. Dagegen soll die SocialMediaBlock-Filterliste helfen. Sie ist zwar noch im Aufbau, aber es finden sich in ihr bereits die wichtigsten und bekanntesten Dienste.
Was filtert die Liste? «Geblockt werden Social Media-Dienste, die durch externe Skripte und/oder Frames geladen werden. Es wird stets darauf geachtet, dass die Dienste selbst mit der Liste funktionieren (Facebook ist z. B. problemlos nutzbar, jegliche eingebettete Inhalte außerhalb Facebook werden jedoch geblockt). Zudem werden auch Share-Buttons auf großen/bekannten Seiten gefiltert. Nicht gefiltert werden Links (z. B. über Grafiken), die auf Profile oder Seiten einer Social Media-Seite verlinken.»
Ich habe MonztA zwar noch nicht überreden können, Flattr mit aufzunehmen, ich werde aber nicht aufgeben – bis dahin muss halt per Hand folgender Eintrag vorgenommen werden:
api.flattr.com
Ansonsten muss ich — selbst in diesem frühen Stadium der Liste — nichts mehr per Hand eintragen, die Liste verrichtet schon wunderbar ihren Dienst. Ideen, Anregungen, Vorschläge und Kritik im Forum von Camp-Firefox.
Danke an MonztA, nicht nur für diese Liste, auch für die EasyList.
Lieber Felix, zwischen dem Like-Button von Facebook und einer Verlinkung zu Facebook besteht ein himmelweiter Unterschied. Mir ist klar, dass dieser Umstand so manchen Horizont weit übersteigt. Bei Dir hätte ich eher nicht damit gerechnet. Ach – wenn Du wenigstens auf mein Facebook-Profil hingewiesen hättest, hätte ich es ein stückweit vestanden, aber eine einfache Verlinkung? Du machst Dich lächlich. Oder hast Du einfach ohne nachzudenken bei Andrè Krüger abgeschrieben, der offensichtlich ebenso Verständnisschwierigkeiten hat, um es diplomatisch auszudrücken? Wie auch immer, nur für Euch Beiden, damit Ihr es auch versteht (ich weiß, es ist schwer, aber zur Not, einfach melden, dann mache ich es noch einmal im Sendung-mit-der-Maus-Stil):
Like-Button23 (weitere Links per Google auffindbar oder auf Nachfrage) Verlinkung/Hyperlink (falls es Fragen gibt, Brigitte Zypries gibt bestimmt Antwort)
Es kann natürlich auch sein, dass mit meinem Namen Flattr-Kohle abgezogen werden soll…
Bei aller Freude aber, entschieden wir am 17. Juni 2010 dennoch, die Funktion wieder zu entfernen. […] Problem: Der Button sammelt auch Daten von Usern, die ihn nicht klicken, also von jedem! […] Bedingt durch die Art und Weise der Realisierung des Buttons konnten auch Daten von nicht bei Facebook angemeldeten Usern gesammelt werden. Eine Art zweites Web-Controlling würde bei Facebook entstehen: Jeder Schritt aller User bei hamburg.de könnte detailliert aufgezeichnet werden. Bedingt durch die breite Streuung des Buttons sogar Schritte außerhalb von hamburg.de mit dem Surfverhalten bei hamburg.de verknüpft werden.
Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat ein neues Plugin für den Firefox vorgestellt. HTTPS Everywhere aktiviert automatisch die automatische Datenverschlüsselung von (bekannten) Webseiten, falls angeboten. Derzeit sind noch wenige Seiten implementiert, das Plugin soll aber stetig weiterentwickelt werden:
Golem merkt an: Nicht alle Diensteanbieter verfügen über ein aktuelles und korrektes Zertifikat für die Verschlüsselung. So kann es passieren, dass für ein Zertifikat im Firefox eine Ausnahme gemacht werden muss, bevor das verschlüsselte Surfen klappt. Damit sollte man aber leben können…
Viele Webseiten bekannter deutscher Blogger erinnern mittlerweile an gute, alte Geocities-Zeiten. Buttons und anderes Spielzeug nehmen oftmals mehr Platz ein als der eigentliche Inhalt. Dass Facebooks Geschäftsmodell die Daten der User sind, sollte bekannt sein. Da sollte jeder Nutzer wissen, was er tut – wenn man die Problematik der Politik überlasst, kommt solch eine Lächerlichkeit wie bei Tante Ilse heraus. Die Idee des Like-Buttons mag auf den ersten Blick Sympathie hervorrufen, wir haben nach Diskussion mit unseren Lesern den Button wieder entfernt. Das war eine gute Idee. Der Like-Button soll mittlerweile nicht nur angemeldete Facebook-Nutzer ausspionieren, sondern jeden Besucher einer Webseite, die Facebook integriert hat.
Ich habe mich bisher wenig mit dem Entwurf zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag beschäftigt. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Webseiten zukünftig eine Alterskennzeichnung bekommen sollen. Das ist sowas von abwegig, dass mir dazu relativ wenig einfällt. Gott sei Dank gibt es den AK Zensur, der sich nicht nur mit den Netzsperren politisch auseinandersetzt, sondern eben auch mit diesen Dingen politischer Fahrlässigkeit – oder politischer gewollter Zensur, je nachdem man es sehen möchte. Der AK Zensur hat nun ein spannendes Tippspiel gestartet: Wir nennen Euch eine Webseite, und Ihr könnt diese eine Seite in den betreffenden Altersstufen bewerten. Wie schätzt Ihr ein, muss diese Seite bewerte werden? Jeden Tag gibt es eine neue Webseite und die Auflösung zur vorherigen: Zusammen mit fachlich versierten Medienpädagogen präsentieren wir dann die Einschätzung, in welche Altersstufe die jeweilige Seite laut Gesetz fallen würde, wenn der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag gelten würde – unabhängig davon, ob dies aus medienpädagogischer Sicht sinnvoll wäre. Viel Spaß…
Wie die Stuttgarter Nachrichten berichten, bleiben die Fahrzeuge von Google Street View vorerst in der Garage. Lustig in dem Zusammenhang: Die Splitterpartei CSU möchte den Erfolg für sich verbuchen: Joachim Herrmann (CSU) ist zufrieden. Auf dem Schreibtisch des bayerischen Innenministers liegt ein Brief von Google-Mitarbeitern. Darin steht, dass die Autos des Internet-Riesen in der Garage bleiben – zumindest so lange, bis die Fahrzeuge keine W-Lan-Netzdaten mehr erfassen können. Doch Google stellt klar: Wir haben bereits in unserem Blog verkündet, die Street-View-Fahrten zu unterbrechen.” Und zwar nicht nur in Bayern, sondern auf der ganzen Welt. […] Wir haben einen Fehler gemacht und wollen das Vertrauen der Nutzer wiedergewinnen. Größenwahn ist in Bayern schon immer weit verbreitet gewesen.
Alltag Überwachung. Zwischen Terror, Sicherheit und digitaler Kontrolle.
Eine Dokumentation von Roman Mischel und Fiete Stegers (2006). Via Retweet auf Twitter auf den Film aufmerksam geworden, der auf der aktuellen CHIP-DVD ebenso zu haben ist. Nehmt Euch die Zeit…
Flattr schwört: Trust that we neither rent nor sell your personal information to anyone and that we will share your personal information only as described below. Um die eigene Aussage dann gleich ad absurdum zu führen: Business Transfers: In some cases, we may choose to buy or sell assets. In these types of transactions, user information is typically one of the business assets that is transferred. (via)
Im Übrigen halte ich 10% Provision für Flattr selbst für puren Wucher – mal völlig davon abgesehen, dass wieder mal ein System geschaffen wurde, bei dem die Macher und wenige große Blogs verdienen werden, der Rest steht lachend daneben, wie er über den Tisch gezogen wird. Die Paypal-Gebühren lassen wir auch mal unter den Tisch fallen. Wäre noch ein dritte Instanz dazwischen, wäre man pleite bevor man den ersten Euro gespendet hätte. Die Idee ist gut, die Ausführung darauf ausgelegt, dass Flattr großen Reibach macht. Social Micropayment wird es genannt, mal wieder ein Beweis, wie sehr mit dem Buzzword Social Schindluder getrieben wird.