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Offene Texte für ein freies Ubuntu

Die Plattform Spiegel Online veröffentlichte am vergangenen Mittwoch einen Artikel zum Werk Das Ubuntu-Handbuch – Alles zu Installation, Anwendung & Administration. Herr Klaus Gürtler verfasste den Artikel und – offenbar bin ich doch nicht der Einzige, der flüchtige Fehler produziert – hinterliess ein paar wenige orthografische Fehler. Wäre er ein Blogger, würde ich ihm das durchgehen lassen, als Spiegel-Schreiberling aber nicht. Inhaltlich ist der Artikel aber in Ordnung. Ebenso dürfte das vorgestellte Buch einer guten Qualität entsprechen, wie man es sich bei Herrn Kofler gewohnt ist.

Was mich aber stört, ist die Tatsache, dass es zu Ubuntu ein unlängst bekanntes und renommiertes OpenBook gibt, welches jüngst ebenfalls auf Lucid Lync aktualisiert wurde. Es ist kostenlos bei Galileo Computing verfügbar, natürlich kann man sich bei Bedarf den Inhalt auch in Buchform kaufen. Meiner Ansicht nach ist es in der Qualität und damit in der exakten Arbeitsweise des Autors noch etwas besser als dasjenige von Herrn Kofler. Marcus Fischer hat das offene Buch verfasst. Ich kenne den Verlag Galileo ein klein wenig und darf sagen, dass sämtliche Bücher aus diesem Haus, welche ich gelesen habe, einem sehr hohen Qualitätsstandard entsprechen. Beim Verlag Addison-Wesley ist dies aber auch der Fall.

Spiegel Online dürfte bei vielen Lesern eine gewisse Relevanz beanspruchen, wohl – mindestens zum Teil – zu Recht. Gerade deswegen finde ich es schade, wenn bei einem freien GNU/Lunux nicht zunächst die freien Texte genannt werden, zumal sie in einer hohen Qualität vorliegen. Ich habe Herrn Gürtler gebeten, er möge die Informationen zum OpenBook noch nachreichen.

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Linuxwochen Wien 2010

Mir ist das gar nicht so aufgefallen, aber die wenigsten der Feedleser dürften von den Feeds von Karl-Tux-Stadt im Mai gestresst gewesen sein. Grund ist einfach, ich hab im Mai doch mehr englische Beiträge für den Planeten bei openSUSE gehabt und die werden vom generellen Feed excludiert. Wer das auch noch lesen möchte findet den Feed hier. Aber eines vorneweg meine englische Grammatik ist grauenvoll.

Und so habe ich auch nur einen Bericht von den Linuxwochen Wien in englisch abgeliefert, obwohl ich mir fest vorgenommen hatte das auch in Deutsch zu tun. Das hole ich dann hiermit nach. Die Hinreise war für mich schon einmal bombastisch, ich bin mit dem Zug gefahren und hatte das Glück einen tschechischen Eurocity zu erwischen. Die haben Kleinabteile für 6 Personen und 4 Steckdosen, da bleibt über die doch lange Fahrt der Laptop in Betrieb :D Was ich auf der ersten Hälfte der Strecke nur wenig genutzt habe, da die Fahrt immer die Elbe entlang geht und ich mich dann doch an der Landschaft ergötzt habe. Nach meiner Ankunft Wien/Praterstern hab ich mich auch sofort ins Büro der Quintessenz im Museumsquartier begeben, wo man mich auch sofort zur Arbeit verdonnern wollte. Ich durfte dann allerdings doch noch meine Verabredung im nahen Käuzchen mit Pavol und Michal wahrnehmen. Allerdings mußte ich danach trotzdem noch arbeiten und so endete der Tag für mich erst 4 Uhr morgens, blöd wenn man 6 Uhr wieder geweckt wird.

Die Linuxwochen in Wien gehen über 3 Tage, Donnerstag, Freitag und Samstag. Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen im Linuxumfeld finden sie nicht an einer Universität oder Fachhochschule statt sondern in städtischen Einrichtungen in Wien. Ich war ja im vergangenen Jahr bereits da und damals fanden sie im Großen Rathaus der Stadt Wien statt. Da wurde im wahrsten Sinne des Wortes, der rote Teppich für Linux ausgerollt. In diesem Jahr fanden die Linuxwochen in Wien im Alten Rathaus also in barockem Ambiente statt. Solch eine Location hat zwar ihren besonderen Reiz, bringt aber auch einiges an Schwierigkeiten mit sich. Das man natürlich in barocke Wände einen Nagel klopft um sein Plakat aufzuhängen ist klar, aber das eine solche Location nicht unbedingt über Internet verfügt ist eine weitere. Auch das will dann organisiert sein, in diesem Falle gab es WLAN welches am Ende über UMTS-Sticks ins Internet geroutet wurde.

Natürlich steht auch an solchem Veranstaltungsort nur begrenzt Ausstellungsfläche zur Verfügung und eine große Anzahl an Projekten kann man nicht erwarten. Die FSFE war vor Ort, auch das Fedora Project und mit Daniel Seuffert wieder FreeBSD sowie openSUSE. Ubuntu hat sich wieder einmal rar gemacht, die sind schon irgendwie crazy drauf da, wieso man da Hostessen engagieren muss ist unklar. An Firmen war unter anderem IBM aber auch Microsoft vor Ort.

An Vortragsräumen standen ein wirklich großer wunderbarer Saal, ein etwas kleineres Auditorium und ein Raum für die Workshops zur Verfügung. Das Vortragsprogramm war sehr gut, ich hab mich gefreut auch einmal neue Themen zu entdecken. Meine Workshops waren alle beide am Freitag eingeplant. Wie immer waren sie gut besucht, der Inkscape-Workshop voll und der zu Gimp wieder zu voll. Der Raum war wirklich propend voll und viele saßen auch noch auf der Erde. Das ist zwar irgendwie geekig aber ich finde das nicht so funny, schließlich kann man da wirklich nicht gut arbeiten. Am Ende haben wir darüber nachgedacht am Samstag noch einen weitern anzubieten, was dann aber hätte nicht mehr publiziert werden können.

Am Freitag war dann noch der Social Event, dieses Mal im Museumsquartier und es war wirklich voll und wir hatten eine Menge interessanter Gespräche. Insgesamt waren die Linuxwochen Wien gut besucht, am ersten Tag dem Donnerstag hab ich noch gedacht, Hilfe das nimmt doch noch zu gegen Samstag, dem war aber nicht so, da war wohl das gute Wetter dran Schuld. Alles in allem waren die 3 (5) Tage in Wien wieder ein Erlebnis und eine Reise wert, also nächstes Jahr wieder. Naja vielleicht schaffts ja Ubuntu bis dahin die Hostessen zu beschaffen :D

Sklaven der Erreichbarkeit

Seit ungefähr einem halben Jahr trage ich mehr oder weniger ständig ein HTC Magic auf mir. Damit führe ich einen Hosentaschen-Computer mit mir herum und kann fast von überall her auf das Internet zugreifen, meine Mails checken, Nachrichten verfassen, identi.ca bedienen und weitere Dienste nutzen. Eigentlich ist es auch das, was ich mir so sehnlichst gewünscht habe: Immer und überall auf das Netzwerk zugreifen zu können. Telefonieren zu können oder SMS beziehungsweise MMS zu erhalten oder zu versenden spielt eine untergeordnete Rolle. Immerhin besitze ich ja ein SmartPhone und das kann weit mehr als bloss telefonieren. Es wäre ja Perlen vor die Säue geschmissen, wenn ich damit eine solch simple Tätigkeit wie Fernsprechen ausüben würde.

Aufgrund eines grossen Nachteils des HTC – und wohl auch allen andern Geräten dieser Klasse – bin ich ins Grübeln gekommen. Das Teil braucht recht viel Spannung und damit ist der Akku recht schnell leer. Nutze ich das Gerät eher sparsam, hält der Akku maximal zwei Tage, wobei ich es während der Nacht ausschalte. Setze ich es oft ein, dann ist der Akku nach knapp zehn Stunden leer. Lächerlich und peinlich zugleich. Ich erinnere mich an die alten, guten Handys; die hielten gut und gerne während 14 Tagen durch und mussten erst nachher wieder an den Strom, um aufgeladen zu werden. In diesem Bereich kann offenbar die Entwicklung von Akkus nicht mithalten. Entschuldigung, aber so etwas ist meiner Meinung nach einfach nicht brauchbar. Deswegen überlegte ich mir, ob ich denn tatsächlich immer und überall auf das Internet zugreifen und alle Dienste in Griffnähe haben muss. Oder geht es auch anders? Dass ich erreichbar sein will, hat eher etwas mit vermeintlicher Sicherheit zu tun, als mit dem Wunsch ständig dabei zu sein, immer und überall auf Mails und Jabber reagieren zu können.

Schliesslich kam ich zum Schluss, dass es wohl deutlich lebenswerter wäre, wenn ich nicht immer das Gefühl mit mir herumtrüge, dass ich auf irgendwelche Anfragen per Mail, Jabber, Forum oder was auch immer sofort und unmittelbar Antwort geben müsste. Vielmehr ist es doch befreiend, wenn ich das einmal nicht tun muss. Besonders dann, wenn ich unterwegs bin und mich in vielen Fällen mit ganz andern Themen beschäftige. Mein HTC ist in diesem Fall wohl eher ein Feind als ein Freund, wobei letztlich ich selbst entscheide, wofür ich das Gerät einsetze.

Per Zufall stiess ich auf ein Angebot aus dem Hause Brack; ein Nokia 1616. Das ist ein echtes Mobil-Telefon, weil es nämlich nicht sehr viel mehr als Telefonieren kann. Inklusive Versandkosten musste ich dafür 44 eidgenössische Franken löhnen, ein Spottpreis im Vergleich zum HTC, welches ohne Abo-Abschluss über 800 Franken gekostet hätte.

Das Nokia beherrscht das Telefonieren, kann Adressen verwalten, Erinnerungen speichern, SMS und MMS versenden, bietet ein paar Spiele und sonstige Goodies, kann wecken und die Zeit retour zählen, wartet mit einem UKW-Radio auf und hat sogar noch eine Taschenlampe eingebaut. Wofür auch immer. Allerdings kam ich alsbald auf die Idee, dass ich für die Taschenlampe wohl sehr viel eher Verwendung finden würde als für eine der mannigfaltigen “geekigen” Dienste auf dem HTC, die GPS und weiss der Teufel welche drahtlosen Dienste nutzen. Mit WLAN oder GPS lässt sich bisweilen noch kein Licht erzeugen. Kurz und gut: Ich habe damit ein Telefon zur Hand, das genau das kann, wofür es dereinst ersonnen wurde; zum Telefonieren. Und ich erhalte damit die Erreichbarkeit, welche ich mir wünsche: Im Notfall und für die inzwischen lieb gewonnene Bequemlichkeit. Ausserdem hält der Akku des bescheidenen Geräts über zwei Wochen lang durch. Hier muss ich allerdings sagen, dass ich damit kein WLAN nutze (weil es keins hat), was wohl sehr viel zum sparsamen Stromverbrauch beiträgt. Und bei einem solch einfachen Gerät komme ich nicht in Versuchung, damit zu spielen. Es gibt schlichtweg nichts (ausser den Spielen, die ich ohnehin nicht mag), womit ich spielen könnte.

Und so gesellt sich das Nokia zu meinem Sackbefehl, derweil bleibt das HTC zu Hause liegen. Ich kann es nicht einmal veräussern oder verschenken, da es Orange “gesimlockt” hat. Aber ich werde es wohl zu Veranstaltungen aus unserer Zunft mitnehmen, um damit allenfalls auf das Internet zugreifen zu können. Gibt es kein WLAN oder LAN, um auf das Internet zu kommen, kann ich damit per Tethering und allenfalls meinem Netbook eine Verbindung aufbauen. Ich vermisse an dem Gerät allerdings eine Tastatur. Es ist nicht immer sehr komfortable, über den kleinen Touchscreen die Daten einzugeben.

Und nun noch ein kurzes Wort zu Android, dem Möchtegern-Linux aus dem Hause Google. Auf dem HTC läuft die erste Version 1.5. Weder HTC noch Orange werden sich dafür einsetzen, dass auf dem HTC Magic jemals eine andere Version läuft. Der Aufwand ist schlicht zu gross und lohnt sich nicht. Android 1.5 ist alt, verstaubt und langsam. Und der grösste subjektive Nachteil: Es stammt von Google und wer weiss, an welchen Daten sich die Kloake während meinen Telefonaten und Surftouren bedient hat. Google is not evil, but very curious.

Ich erhoffte mir die grosse Freiheit mit dem SmartPhone der ersten Güte. Bekommen habe ich eher eine Gefangenschaft oder besser getroffen eine Abhängigkeit, die weder notwendig noch nutzbringend ist. Im Kontext zu unserer Gesellschaft und seiner Entwicklung ist das vielleicht nicht weiter verwunderlich. Manchmal muss man gegen den Strom schwimmen, um an die Quelle oder zurück zur Wurzel zu kommen. In der Einfachheit liegt die Wahrheit.

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Drei Autoren auf ubuntublog.ch

Nachdem vor einigen Tagen Robin als Autor zu diesem Blog dazu gestossen ist, darf ich bereits wieder einen weiteren Mitstreiter ankündigen. Gregor Fröhli, den ich ebenfalls während der Organisation und dem Durchführen sowie der Nachbearbeitung unserer Release-Party zu Winterthur kennengelernt habe, schreibt von nun an hier in lockerer Regelmässigkeit mit. Mit Gregor gewinnen wir einen weiteren Ubuntu-Kenner und Nutzer. Ich freue mich auf seine Beiträge, sie werden Abwechslung und Interessantes bringen.

Damit sind wir nun zu Dritt, die hier wirken. Ich denke, dass so eine bessere Kontinuität erreicht wird, Beitragslöcher eher seltener werden und die Mannigfaltigkeit an Themen zunimmt. Also denkt bitte daran, falls Ihr etwas an unseren Texten auszusetzen habt: Wir sind ab jetzt zu Dritt und wehren und auch gemeinsam; das kann Schmerzen verursachen :-D

Herzlich willkommen, Gregor!

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Unterstützung für ubuntublog.ch

Mittlerweile stecke ich mit beiden Füssen mitten in der Community rund um Ubuntu. Und es gefällt mir. Ab und zu wird es mir aber dann doch etwas zu viel, schliesslich sollte ich noch einem Broterwerb nachgehen und die Familie ist auch noch da. Nebst meinen bescheidenen Tätigkeiten bei RadioTux, unserem Projekt DeimHart, der Arbeit beim Ikhaya-Team (wo ich zur Zeit auch nicht sehr viel beitragen kann) und diversen Tätigkeiten rund um unsere Community wie eine Release-Party oder die Ubucon oder ein Teamtreffen aller Team-Mitglieder von ubuntuusers.de, dem Linux-Tag in Berlin und anderen Veranstaltungen pflege ich noch die kleine Website tuxhart.ch mit einer Bücher- und Bilderdatenbank, sowie einer Altlast aus meiner Bloggerzeit namens yoda.ch. Dann bleibt oft keine Zeit mehr für dieses Blog hier, obschon ich es als sehr wichtig erachte, Erfahrungen mit und durch Linux und insbesondere Ubuntu zu teilen und vor allem zu hören und lesen, was andere Nutzer dazu meinen und wie sie einer Herausforderung begegnen.

Und so kommt mir die Anfrage eines jungen Menschen just gelegen, der hier gerne ein paar Artikel über Ubuntu und Linux im Allgemeinen platzieren möchte. Es ist Robin Bühler, der sich auch für unsere Release-Party eingesetzt und einen Vortrag zum Thema Synchronisation mit funambol hat. Anhand von diesem feinen Beitrag können wir abschätzen, welche Inhalte hier von Robin veröffentlicht werden. Robin beschreibt sich selbst kurz und prägnant in der Weise:

Immer schon interessierte mich die Funktionsweise des Computers. Dadurch das es bei freien Betriebssystemen einfacher ist, sie zu verstehen, fand ich es prickelnder diese zu benutzen, als ein proprietäres System. So fand ich den Weg zu Ubuntu. Nebenbei, um dem Alltag zu entfliehen, treibe ich Sport und fliege Paragleiter.

Ich freue mich sehr auf die Unterstützung von Robin; und auch dann, wenn wenn es “bloss” ein paar Beiträge im Jahr werden. Also sollten wir Leser in Zukunft darauf achten, von wem ein Artikel stammt. Der Autor steht ja bei jedem Artikel in der Gesamt- und Detailansicht gleich unter dem Titel.

Herzlich willkommen, Robin!

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Virtualisierung und der Hackerfunk

Bei unserem kleinen Projekt Deimhart lancierten Dirk und ich ein neues Format, das wir nebst den bestehenden beiden nutzen möchten. Bisher lieferten wir unsere Podcast innerhalb der normalen Folgen, welche einmal im Monat erscheinen oder im Format ShortCast aus. Neu kommt nun das Format “Thema” hinzu, bei dem wir ausschliesslich auf ein bestimmtes Thema eingehen und keine Rück- und Vorschau liefern, ebenso gehen wir nicht auf das Feedback ein. Die Länge dieser Beiträge richtet sich nach dem Inhalt.

Und so konnten wir bereits eine erste Ausgabe innerhalb dieses Thema ausliefern. Zusammen mit unserem Gast Roger Dürrenberger sprechen wir über Virtualisierung im Allgemeinen und spezifisch zu den einzelnen Produkten wie VMWare, KVM, Xen und so weiter. Anhören darf man sich die erste Ausgabe wie immer ab unserem Blog.

Am 6. März 2010 durften wir in der Rolle als “Deimhartler” bei Radio Lora und der Sendung Hackerfunk zu Gast sein. Martin und Axel haben uns freundlich empfangen und wir sprachen nebst andern Dingen über das Podcasten, die Technik und das Darum-Herum. Während dem Martin und ich im Zürcher-, beziehungsweise Thurgau(n)er-Dialekt sprachen, beflissen sich Dirk und Axel nicht ihrem Dialekt, sondern sprachen gekonnt Hochdeutsch. Die Sendung wurde von Martin nun aufbereitet, so dass sie auch als Podcast zur Verfügung steht. Hier geht es zum Blog vom Hackerfunk. Wir werden die Sendung dann wahrscheinlich auch noch bei Deimhart anbieten.

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Das IT-Handbuch für Fachinformatiker

Das IT-Handbuch für Fachinformatiker stammt aus dem Hause Galileo und wurde dort im Jahre 2009 in der 4. aktualisierten und erweiterten Auflage verlegt. Verfasst hat das 1.025-Seiten starke Buch Sascha Kersken. Der Verlag hat mir nebst andern Büchern ein Exemplar zur Verfügung gestellt. Das Werk richtet sich an Menschen die sich inmitten der Ausbildung zum Fachinformatiker befinden oder planen, eine solche zu absolvieren. Ich habe mir das Buch angesehen, die meisten Seiten daraus gelesen und darf sagen, dass es sich deutlich lebendiger liest, als man es von einem solchen Buch erwarten dürfte. Einige Themen sind recht trocken, aber der Autor versteht es, die Inhalte spannend und seriös zugleich anzubieten.

Aber ein bitterer Nachgeschmack bleibt, auch wenn der nichts mit dem Buch zu tun hat: Nach dem Lesen (und Verstehen) der Inhalte dieses Buch hat man sich eine ganze Menge Wissen angeeignet. Aber alleine mit den Kenntnissen würde man mindestens hier in der Schweiz keine Stelle finden. Es ist halt bloss Theorie und oft technischen Wissen über die Funktionen von Prozessoren, Festplatten und dergleichen, aber auch Grundlagen zur Programmierung und der Skriptsprachen. Das reicht nicht. Hier bei uns würde die duale Berufslehre dieses Manko ausgleichen. Der Anteil an praktischer Arbeit bei einer ordentlichen Berufslehre liegt bei uns zwischen 60 und 80 Prozent. Theoriefuzzies haben wir aus den Bereichen Consulting und Projektmanagement schon genug; wir brauchen nicht auch noch welche in unserer Zunft. Ich gehe aber davon aus, dass auch in Deutschland und Österreich die klassische Berufslehre das Mass der Dinge ist.

Das Buch trägt den Untertitel “Der Ausbildungsbegleiter” und suggeriert damit genau das, was ich als wichtig erachte: Nebst all dem theoretischem Wissen braucht es Praxis, Praxis, Praxis. Anfangs zauderte ich etwas beim Lesen, weil ich annahm, dass die Ausbildung in Deutschland derjenigen der Schweiz nicht entsprechen würde. Aber diese Zweifel konnte ich rasch aus dem Weg räumen. Auch unser Branchenverbände und das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie sehen in etwa den gleichen Ausbildungsplan vor. Insofern ist das Buch auch für uns hier in der Eidgenossenschaft als Ausbildungsbegleiter geeignet.

Gefreut hat mich sehr, dass im Buch Linux und Unix immer wieder – wie wir es uns auch gewohnt sind – eine besondere Stellung im positiven Sinne einnehmen. Der Autor vermeidet es sehr geschickt, das eine Produkt gegen ein anderes auszuspielen, aber der aufmerksame Leser wird feststellen, dass es handfeste und objektive Gründe für eine gewissenhafte Wahl eines Betriebssystems, je nach Aufgabe, gibt. Ubuntu wird hier, obschon das Buch aus dem Jahre 2009 stammt und damals Ubuntu schon sehr verbreitet war, als “Nebenprodukt” genannt.

Zu Beginn des Buches kommen die diversen Berufe rund um die IT zur Sprache und dann geht es zum Eingemachten. Die Geschichte der Rechenmaschinen und Computer finde ich immer wieder spannend. Und hier kommt das Thema recht tief zu Geltung. Ich lese diese Rückschauen nicht nur gerne, weil sie einfach spannend sind, sondern weil ich mich gerne zurück erinnere an meine “Pionierzeit” mit dem ATARI ST und dem ersten x86er. Im gleichen Kapitel geht es dann auch um die digitale Datenverarbeitung und der Speicherung. Dieses theoretische Wissen ist auch heute noch eine sehr gute Grundlage, um moderne Systeme überhaupt verstehen zu können. Anschliessend werden die mathematischen und technischen Grundlagen besprochen. Die Logik ist hier ein wichtiger Teil, denn schliesslich basieren darauf die prozessor-internen Befehle. Algebra studieren ist also ein Muss. Und danach wird die Elektronik und deren Grundlage angeschaut. Dann folgt der obligate Teil mit der Hardware, dessen Inhalte auch schon bei der vorausgehenden Kapiteln teilweise erwähnt wurden oder später wieder darauf zurückgekommen wird.

Der Bereich Netzwerk nimmt einen zentralen Teil in diesem Buch ein. Es gibt ein eigenes Kapitel dazu, aber auch andere Inhalte behandeln mindestens am Rande Netzwerke. Sascha Kersken erklärt fast mit einer Engelsgeduld die einzelnen Komponenten und vergleicht sie miteinander. Natürlich ist auch IPv6 ein Thema, dem ich mich irgendwann auch mal annähern sollte. Routing und NAT werden besprochen und dazu natürlich die ganzen Transportprotokolle. Dieses Kapitel ist vollständig und recht intensiv. Anschliessend folgt wieder etwas Theorie: Die Betriebssystem-Grundlagen. Spontan dachte ich dabei an so manchen Möchtegern-Informatiker und an ihre Erklärungen, was ein OS wäre. Es ist immer wieder lustig zu hören, was Menschen unter einem Betriebssystem verstehen und wo sie die Grenzen zwischen der Hardware, dem OS und dessen Systemprogrammen sowie den Applikationen ziehen. Hier in diesem Buch wird alles fein säuberlich und korrekt dargestellt.

Schliesslich kommt das Thema Windows zur Sprache, dem auch ein Kapitel gewidmet ist. Dieses habe ich grosszügig quergelesen. Nicht weil ich der Meinung wäre, Windows sei ein schlechtes Betriebssystem, sondern weil ich mich in meiner Freizeit lieber mit Dingen beschäftigen möchte, die ich mag. Und verschlossene Software gehört nun mal nicht dazu. Dafür folgt gleich im Anschluss der Bereich Linux. Dort werden die Distributionen OpenSUSE, RedHat und Debian besprochen. Dabei geht es eher um die Bedienung und um die Installation von Software auf einem eher seichten Niveau. Das achte Kapitel ist dem Mac OS X gewidmet. Die Firma Apple bietet wohl die beste Verbindung zwischen Hard- und Software, da das Unternehmen beides herstellt. Ich erachte aber Apple als noch verschlossener als das Unternehmen aus Redmond, obschon Apple früher als der kleine David angesehen wurde, der gegen Micosoft kämpfte. Heute praktiziert Apple eine Politik, die Benutzer einsperrt (oder aussperrt) statt sie partizipieren zu lassen. Das Kapitel zum Mac OS X ist eher knapp gehalten.

Die beiden nächsten Kapitel sind ziemlich anspruchsvoll. Die Grundlagen zur Programmierung und zur Netzwerkprogrammierung. C und seine Artverwandten, Java, Perl und Ruby kommen zur Sprache, aber auch die ganze Konzepte dazu sowie die Frameworks. Hier liegt sehr viel Wissen, aber auch strukturelle Informationen. Bei der Netzwerkprogrammierung geht es dann auch um Webservices. Dieser Bereich wird dann später noch einmal in einem eigenen Kapitel aufgegriffen. Ich finde, dass der Autor die Erklärungen für reguläre Ausdrücke, aber auch für Pipes und Treads ganz gut dargelegt hat. Selbstverständlich gibt es praktische Beispiele zu jeder Programmiersprache, welche hier besprochen wird.

Und dann folgt eines meiner Lieblingskapitel: Datenbanken. NoSQL wird zwar noch nicht erwähnt, aber dafür die Relation sehr gut dargestellt. Dazu gibt es einen Überblick der wichtigsten Datenbank-Engines und die Hilfsmittel dazu. Im Zentrum steht aber MySQL, damit werden dann auch die vertieften SQL-Informationen erklärt. Das zweite Kapitel, das ich sehr mag, beschäftigt sich mit Webanwendungen. Denn auch dort steht quasi Linux mit dem Apache und PHP im Zentrum. Zunächst wird aber in einer ganz treffenden Art und Weise der HTTP-Header und einige anderen Standards besprochen. Anschliessend folgen weitere Internet-Serverdienste wie DNS und OpenLDAP. Im letzten Drittel in diesem Buch folgen Inhalte zum XML-Standard und weiteren Dateiformaten, die Webseiten-Erstellung wird besprochen, dazu folgen Inhalte zu (X)HTML und CSS. Dieser Bereich streift den Kern der Sache eher nur; man könnte ja eigene Bücher damit füllen. Webanwendungen finden ein paar Seiten, auch Blogs und andere CMS-Systeme. Und natürlich kommt das gutem alte Wiki in den Vordergrund. Als abschliessendes Kapitel folgt JavaScripting und AJAX. Auch hierzu sind Beispiele vorhanden, damit die Inhalte besser verstanden werden können. Als stiefmütterliches Schlusswort setzt dann die Sicherheit den Schluss. Allerdings kommt dieses Stichwort in fast allen Kapiteln immer wieder zur Sprache, deswegen ist es hier etwas kurz, dafür aber prägnant dargelegt.

Das Buch eignet sich bedingt als Nachschlagewerk. Für die Ausbildung ist es bedingungslos als “Duden” zu nutzen, in der Praxis aber nicht wirklich. Einerseits ist in diesem Buch so viel Wissen verpackt, dass die einzelnen Bereich teilweise etwas flach behandelt werden, andererseits ist es ja ein Buch für die Begleitung während der Ausbildung und hilft beim Lernen und Verstehen. Dafür steht ein Glossar und ein Stickwortverzeichnis in Deutsch und Englisch zur Verfügung.

Das IT-Handbuch für Fachinformatiker ist selbstverständlich mit einem Galileo Buch-Update versehen, so dass Korrekturen und Erweiterungen nachträglich abgeholt werden können. Das Buch trägt die ISBN 978-3-8362-1420-9 und ist im Handel für knapp 35 Euro erhältlich.

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Vorzeichen zur Ubucon 2010 in Leipzig

Es dauert ja noch ein halbes Jahr, bis die Ubucon 2010 in Leipzig ihre Tore öffnet. Denn sie beginnt am Freitag, den 15. Oktober und dauert bis zum Sonntag, den 17. Oktober 2010. Die grösste deutschsprachige Veranstaltung rund um die Gemeinschaft von Ubuntu findet in den Räumen der Universität zu Leipzig statt. Soeben ist der Call4Paper gestartet und jedermann ist aufgerufen, seine Ideen für die familiäre Veranstaltung mit einzubringen. Wer mit Sicherheit an der Ubucon teilnehmen wird, darf sich bereits im Wiki eintragen, mit ergänzenden Informationen zur Reise, Unterkunft und so weiter.

Ich durfte das letzte Jahr zum ersten Mal an der Ubucon dabei sein und es hat mir sehr gut gefallen. Ich genoss die Tage damals in Göttingen. Und so freue ich mich nicht nur auf die Ubucon im Herbst, sondern auch auf die Stadt Leipzig. Ich fahre zwar just an diesem Wochenende in diese Ecke Deutschlands, nämlich zum CLT, aber nach Leipzig komme ich nicht. Deswegen freue ich mich, im Herbst die schöne Stadt zu besuchen und fahre deswegen bereits einen Tag früher los.

Gerne werde ich wieder meinen Teil zur Veranstaltung beitragen und ein oder zwei Vorträge halten. Bis zum 15. August 2010 – also eine recht lange Zeitspanne – können Ideen und Vorschläge eingereicht werden. Die Details dazu sind hier auf der Website der Ubucon 2010 zu finden.

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Deimhart beim Hackerfunk

Dirk und ich durften heute beim Radio LORA und der Sendung Hackerfunk zu Gast sein. Unsere Gastgeber, Martin und Axel, haben durch die Sendung geführt, in der wir über Podacasting sprachen. Wir konnten dabei über unsere ersten Erfahrungen bei Deimhart sprechen. Dort sind wir ja noch nicht so lange aktiv, vergangenen Montag veröffentlichten wir die elfte Folge. Es hat grossen Spass gemacht, an der Livesendung mitzuwirken.

Die Sendung wird bald auf der Website vom Hackerfunk nachzuhören sein und wir dürfen sie auch bei Deimhart als Podcast anbieten. Während den Musikpausen, welche übrigens beim Hackerfunk immer aus freien Titeln besteht, konnten wir ein paar Bilder schiessen, welche ich bei tuxhart abgelegt habe.

Vielen Dank für die Gastfreundschaft vom Hackerfunk! Vielleicht können wir wieder mal etwas zusammen tun.

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Bilder veröffentlichen ohne fremde Dienste

Seit einer langen Zeit nutze ich Flickr. Das Bilderportal, das im Mitmachstil des Web 2.0 gefertigt ist, bietet einige Möglichkeiten für das Verwalten der eigenen Bilder und natürlich auch, um diese zu verbreiten und zu teilen. In der Mac-Szene, der ich einst angehörte – damals als Apple noch der David und Microsoft als Goliath ihre Rollen spielten – ist Flickr noch stärker verbreitet. Immerhin gehört das Teil nicht zum Google-Konzern, sondern zu Yahoo. Trotzdem stört mich, dass ich keine Kontrolle über den Verlauf und vor allem über die Speicherung der Bilder habe. Deswegen habe ich mir eine einfache, kleine Applikation geschaffen, die meine Bedürfnisse befriedigt. Mindestens einstweilen.

Noch immer betreibe ich ein virtuelles Serverli bei HostEurope, natürlich mit Ubuntu als Betriebssystem. Zwar noch Dapper, aber diese Version wird noch immer mit Updates versorgt. Dort baute ich mir mit MySQL und PHP die Sachen zusammen. Im Bereich PHP bin ich nicht so der Hirsch und so durfte ich bei der Erstellung der Technik einiges lernen. Im Web findet man ja zum Glück zu fast allen Herausforderungen mit PHP eine Lösung; manchmal sogar zu viele (verschiedene) Ansätze. Eigentlich hätte ich gerne mit CakePHP etwas gebaut, aber damit bin ich noch nicht so weit. Ich muss Roland nochmals dazu bringen, dass er erneut eine Session an einem Barcamp irgendwo im nördlichen Halbkreis anbietet.

Im Grossen Ganzen lade ich per PHP ein Bild hoch, vergebe einen Namen, erzeuge daraus ein Vorschaubild, übergebe den Namen als verstecktes Feld einem Formular, mit dem dann die Metadaten zum Bild erfasst werden. Danach wandert alles in eine Datenbank. Die Bilder liegen je in einem Album, welche wiederum in Sammlungen zusammengefasst werden; ganz wie bei Flickr. Dafür habe ich ein Backend erstellt, das multiuser-fähig ist.

Zurzeit suche ich noch nach einer besseren Lösung, um die Bilder automatisch zu verkleinern. Die Qualität passt mir nicht. Ich nutze ImageCreateFromJPEG und seine Artverwandten, dafür währe wohl imagemagick besser geeignet. Das habe ich aber noch nie benutzt; es wäre also höchste Zeit dafür.

Weiter stand ich zunächst bei der Verlinkung der Tags an. Ich schreibe alle Tags pro Bild in ein Feld, getrennt durch Kommas. Das ist wahrscheinlich nicht unbedingt die schönste Form der Normalisierung, aber es klappte dann doch noch mit der Funktion explode, mit der ich den String in ein Array wandeln und dann mit einer for-next-Schlaufe ausgeben kann. Ebenso fand ich bei Laut und Klar eine Anleitung, wie man mit PHP die Exif-Daten eines Digitalbildes auslesen kann. Funktioniert bestens! Daneben habe ich noch eine Kommentarfunktion, RSS-Feeds, Mitteilungen an identi.ca und Twitter, eine Suche, eine Lizenzform pro Bild und verschiedene Formen der Ansicht eingebaut.

Bis auf die Qualität der Vorschaubilder bin ich soweit zufrieden. Das eine oder andere kosmetische Element werde ich wohl noch einbauen und wahrscheinlich auch sonst noch etwas daran feilen. Aber mein Ziel habe ich erreicht: Ein selbstgehostetes Applikatiönli, mit dem ich spätestens an den Linux-Tagen zu Chemnitz einige Bilder präsentieren kann. Die sind ja schon bald; am 13. und 14. März 2010.

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