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 Foto: F!XMBR
Noch während der Tragödie von Duisburg machte ein Kommentar unter einem älteren Artikel auf derWesten.de die Runde. Thomas Lückerath hatte ihn in einer «zufälligen» Recherche ausgegraben – hier beschreibt er, wie er darauf gestoßen ist und welche Kreise sein Screenshot zog. Nicht nur dieser eine Kommentar, mehrere Befürchtungen, die vor der Loveparade im Netz geäußert wurden, sind mittlerweile zum Teil der Berichterstattung geworden. Vielleicht sollte die Medien, namentlich die WAZ, die BILD und der WDR, einmal in das eigene Archiv schauen. Die taz hat einen wunderbaren Artikel veröffentlicht, dass die Loveparade auch auf Druck der Medien nach Duisburg geholt werden «musste»:
Die Presse machte mächtig Druck. «Warum darf die Loveparade 2010 nicht ausfallen?», fragte die Bild in ihrer Ruhrgebietsausgabe […] Als führende Regionalzeitung legte sich auch die Westdeutsche Allgemeine (WAZ) ins Zeug. Würde die Loveparade von der Duisburger Stadtverwaltung um CDU-Oberbürgermeister Adolf Sauerland «ausgerechnet im Jahr der Europäischen Kulturhauptstadt wieder abgeblasen, wäre es peinlich für das Revier» […] Ganz groß stieg dieses Mal auch der WDR mit ein, dem die WAZ nach der Loveparade in Essen 2007 noch vorgeworfen hatte, «das Riesending vor seiner Haustür schüchtern zu verstecken». Auch der WDR-Jugendsender 1Live trommelte tagelang für die Party in Duisburg.
Es muss also nicht nur nach der Verantwortung innerhalb des Duisburger Rathauses und den Organisatoren der Loveparade gefragt werden, sondern auch nach der Verantwortung der WAZ, der BILD und des WDR.
Doch darum soll es in diesem Artikel nur sekundär gehen. Bei der WAZ, respektive der Online-Ausgabe, dem Westen, ist offensichtlich «Großreinemachen angesagt». Eingangs erwähnter Kommentar ist nicht mehr online zu finden, da der komplette Artikel gelöscht wurde.
 Screenshot: derWesten.de
Über etwaige Gründe ließe sich nun vortrefflich spekulieren und streiten. Im Googlecache ist der Artikel noch erreichbar, wer sich den Artikel also noch einmal inklusive Kommentare durchlesen möchte, hier entlang.
 Screenshot: Googlecache, derWesten.de
Lieber derWesten.de: warum wurde der Artikel gelöscht?
Update: derWesten hat sich gemeldet. Ich zitiere:
Wir haben aktuell einige technische Probleme, weshalb Artikel im Netz kurzzeitig nicht angezeigt werden. Wir arbeiten aber daran, damit die Texte vollständig wieder zu sehen sind. Dieser häufig zitierte Text ist zum Beispiel wieder in seiner Ursprungsfassung samt aller Kommentare auffindbar.
Es fällt mir schwer, an technische Probleme zu glauben – da es nur Artikel zur Loveparade betrifft. Und den Link den man mir per Mail mitgeteilt hat, ist nicht der, um den es im obigen Artikel ging.
Update 2: Der Artikel ist wieder kpl. online. 
 Bild: Agenda 2013
Zur Zeit der deutschen Wiedervereinigung war Horst Köhler Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. Unter seiner Ägide vollzog sich die Währungsunion und die Einheit, die ein ganzes Volk in ein Freudentaumel stürzte. Mit seinem heutigen Rücktritt vereinigt Horst Köhler – sicherlich ungewollt – dieses Land ein zweites Mal. Zumindest bis zum nächsten Morgen. In seltener Eintracht bewerten fast alle Kommentatoren der großen deutschen Tageszeitungen, Magazine und Zeitschriften den Rücktritt des schwarz-gelben Präsidenten. Es gibt keinen Journalisten – oder auch Blogger – der ihm seine heute vorgetragene Begründung wirklich abnimmt.
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Politischer Paukenschlag in Berlin: Bundespräsident Köhler ist heute von seinem Amt zurückgetreten. Köhler sagte in Berlin, der Vorwurf, er würde den Einsatz der Bundeswehr zur Wahrung von Wirtschaftsinteressen befürworten, entbehre jeder Rechtfertigung. Mit Horst Köhler verlässt ein Mann Schloss Bellevue, der seinem Amt nie gewachsen war. Köhler sollte das neoliberale Sprachrohr von Schwarz-Gelb werden, als Angela Merkel und Guido Westerwelle in einer demokratisch fragwürdigen Nacht- und Nebelaktion ihn 2004 ins Amt des Bundespräsidenten hievten. Was folgte, war eine Große Koalition. Horst Köhler wirkte, wie aus einer anderen Zeit gefallen. Selbst in der neuen Legislaturperiode, als endlich der schwarz-gelbe Traum wahr wurde, hatte der Bundespräsident nichts mehr zu sagen. Bis zu seinem Interview mit dem Deutschlandradio. Laut Köhler würde die Kritik den Respekt vor seinem Amt vermissen lassen. Das ist ein fragwürdiges Demokratieverständnis. Es muss in einer Demokratie möglich sein, den Bundespräsidenten zu kritisieren, ohne dass dieser gleich beleidigt die Segel streicht. Mit seinem Abgang beweist Köhler, dass er niemals wirklich Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland war. 

Sieg auf ganzer Linie, so gestern morgen meine erste Einschätzung nachdem der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, begann, die Urteilsbegründung zur Vorratsdatenspeicherung zu verlesen. Die Realität gerade gerückt hat ausgerechnet das RTL Nachtjournal, in das ich gerade zufällig reingezappt habe. Während an vielen Orten das Urteil als historisch gefeiert wird, war die Top-Meldung bei RTL explodierende Bankautomaten, es folgte der Genfer Autosalon, dann wurde in wenigen Zeilen über das Urteil berichtet. Ich gehöre zu den knapp 35.000 Klägern, die heute eine Niederlage erlitten haben. Das Bundesverfassungsgericht hat die Vorratsdatenspeicherung ausdrücklich nicht als grundgesetzwidrig eingestuft, nur die derzeitige Form. Nicht die Vorratsdatenspeicherung selbst wurde heute für nichtig erklärt, sondern die schlampige Umsetzung der Großen Koalition unter Federführung der damaligen Justizministerin Brigitte Zypries (SPD).
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Bild: Agenda 2013
Man kann die Schwarz-Gelbe Regierungskoalition politisch ablehnen und gegen sie kämpfen. Politische Mehrheiten entstehen aber durch Wahlen und somit ist Schwarz-Geld legitimiert, für das Volk zu sprechen und zu entscheiden. Als Rot-Grün 1998 startete, sprach man von einer Chaos-Koalition, die Große Koalition 2005 funktionierte besser, als erwartet. Doch was sich das Merkel-Westerwelle-Gespann derzeit leistet, hat mit Politik und demokratischem Streit nichts zutun. Es schadet dem Ansehen unseres Landes und wirft ein noch schlechteres Licht auf die Politik, als es ohnehin schon der Fall ist und lässt die Politikerverdrossenheit bei Bürgerinnen und Bürgern noch weiter anwachsen.
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Von buergermeister, am 23.01.2010
Während der Umfrage zur Nutzung von Netbooks tauchte unter den Antworten ein Kommentar auf, in dem der Verfasser sagte, er verwende Ratpoison auf seinem Netbook. Das weckte nicht nur mein Interesse und ich bat den VErfasser doch etwas dazu zu schreiben. Der Name Ratpoison als Ratten- oder Mäusegift rührt daher, dass man diesen Windowmanager ausschliesslich über die Tastatur bedienen kann. Der Windowmanager verzichtet gänzlich auf Fensterrahmen und ähnlichen optischen Schnickschnack. Burned hat nun den entsprechend erbetenen Artikel zu Ratpoison nieder geschrieben, wie man ihn verwendet und konfgureiert. Ebenfalls kleine Tips und das Paket Trayer auf welches auch ich nicht gern verzichten würde paketiert er und beitet es zum Download an. Wer also mehr zu diesem Windowmanager erfahren möchte, sollte seinen Blogartikel lesen.
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