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openSUSEs neuer Community-Manager

Im Februar hat Joe “Zonker” Brockmeier den Posten als Novells Communitymanager für das openSUSE Projekt aufgegeben. Lange Zeit war dieser Job unter den offenen Stellen bei Novell zu finden. Aber jetzt ist dieser Posten wieder besetzt und zwar mit Jos Poortvliet, der zumindest in der KDE Community kein unbekannter sein dürfte.

Jos in seinem ersten Statement “The opportunity to become part of the international openSUSE community is very exciting. There are a great number of interesting developments going on in the free software world, and openSUSE plays a major role in many of them. I look forward to working with the community on these, helping it grow, finding new directions and ways of developing, and delivering its innovative technologies to users and developers around the world.”

Ich finde, Jos ist eine hervoragende Wahl und das nicht nur weil ich ihn kenne und gut mit ihm zurechtkomme, sondern weil er wirklich schon Erfahrungen innerhalb eine FLOSS-Community gesammelt hat und weiß wie man etwas bewegen kann.

Screencast-Tutorial “Spaciges mit Gimp”

noch ein Gimp-Screencast, dieses Mal auch noch ein ziemlich langer. Ihr solltet schon 30min Zeit mitbringen zum Anschauen. Wie lange ihr für das nachmachen braucht, bestimmt länger.

Wie im Video bereits gesagt, das Tutorial ist noch für die Version 2.4 geschrieben, die Menüpunkte für manche Filter und die Skripte haben sich etwas geändert. Das Paket mit dem Tutorial und den Skripten und den Bildateien, die verwendet werden, könnt ihr hier finden.

Screencast-Tutorial Gimp “Matrix-Wallpaper”

Es gibt wieder ein Screencast-Tutorial, dieses Mal allerdings eines für Gimp. Dieses mal erstellen wir ein Wallpaper im Matrix-Stil. Das Ganze gibt es nochmal zum nachlesen und zwar hier.

Xnoise – ready to rock!

Als ich mich mit Peppermint Ice beschäftigt habe, bin ich auf einen ziemlich schlanken Medienplayer gestoßen - Xnoise. Xnoise konzentriert sich auf das Wesentliche. Während andere Medienplayer sich immer mehr darauf konzentrieren, Last.fm, Magnatun und weiß der Teufel nicht alles zu integrieren. Xnoise setzt daher nicht wie beispielsweise Banshee auf Mono, sondern auf die Programmiersprache Vala. Zum Speichern der Metadaten und der Speicherorte der Medien setzt man auf eine sqlite-Datenbank, was natürlich bei größeren Sammlungen auch seine Nachteile hat.
Für den Einsatz auf dem Netbook, wo man nicht riesige Sammlungen anlegt, sondern nur für Unterwegs eben eine gewisse Anzahl ausgesuchter Stücke mitführt scheint mir Xnoise allerdings ideal. Neben den blanken Abspielen der Queue bietet auch Xnoise einen Zufallsmode oder Wiederholt Stücke, wie angegeben. In der Standardausgabe registriert Xnoise keine Veränderungen innerhalb der angegebenen Medienverzeichnisse, dafür gibt es allerdings ein Plugin.

Installieren läßt sich Xnoise ganz einfach:

sudo vi /etc/apt/sources.list

hinzufügen der entsprechenden Repositories:

deb http://ppa.launchpad.net/shkn/xnoise/ubuntu lucid main
deb-src http://ppa.launchpad.net/shkn/xnoise/ubuntu lucid main

sudo apt-get update
sudo apt-get install xnoise xnoise-plugins-core

damit Xnoise Mp3 Dateien wiedergeben kann, wird noch folgendes Paket benötigt: gstreamer0.10-fluendo-mp3
Für mich ist Xnoise wirklich eine Alternative zu den fetten überfrachteten Konkurrenten. Ich hoffe nur sie bleiben bei dem schmalen Ansatz und fangen nicht an, des Geldes wegen all die Dienste zu integrieren, wie die anderen Medienplayer.

Screencast-Tutorial Inkscape “fetter tuxiger Pinguin”

In diesem Inkscape-Screencast machen wir dieses Mal etwas ganz einfaches, eine Figur lediglich aus Grundformen. Das kann man auch gut und gerne mit Kindern machen, einen fetten Pinguin. Wer das Ganze noch einmal nachlesen will findet das Tutorial in Schriftform hier.

Boxee, naja nicht so ganz out of the Box

Noch ein Multimedia-Center, welches im Artikel über die HTPC-Lösungen nicht aufgeführt ist, ist Boxee. Boxee rühmt sich “the first “social” media center, whose free, open source, downloadable software is changing the way consumers experience media” zu sein.
Boxee bietet an Grundfunktionen, alles was die anderen Mediacenter auch bieten, also das Betrachten von Fotosammlungen, das Abspielen von Musik, das Anschauen von Fernsehen und Videos. Hinzu kommt aber eine starke Einbindung von Onlinemediendiensten wie last.fm, youtube und vielen anderen.
Boxee ist an und für sich freie Software, da aber der Schwerpunkt von Boxee darauf liegt ein “Social” Media Center zu sein, dass heißt man kann das was man ansieht mit seinen Freunden teilen, ist ein Login bei Boxee erforderlich.
Boxee ist für Windows, Mac und natürlich für Linux erhältlich. Auf den Seiten von Boxee findet man entsprechende Softwarepakete, allerdings nur für Ubuntu. Die Quellen scheint es jeweils nur für die unstabile Version zu geben und auch das nur gegen Login, nicht so ganz Open Source aus meiner Sicht. Dafür kann man Boxee jetzt auf einer “Box” erwerben. In Zusammenarbeit mit D-Link hat man eine Hardware-Box(ee) vorgestellt, die neben einem extravaganten Design, welches fürs Wohnzimmer durchaus geeignet ist zahlreiche Anschlüsse, wie HDMI ausserdem gibt es aber auch getrennte Audio-Ausgänge (optisch und analog), sowie zwei USB-Ports und einen Slot für SD-Karten. Für die Netzwerkfunktionen integriert man WLAN (802.11n) und einen Ethernetanschluß. Die Fernbedienung besitzt auf der Rückseite eine vollwertige QWERTY-Tastatur. Preislich soll sich das Ganze um die 200$ bewegen. Mehr dazu auf den Seiten von Boxee.

Ich jedenfalls hab Boxee erst einmal kurz ausprobiert und auf einer Ubuntu 10.04 Installation aufgesetzt. Dafür habe ich mir das entsprechende Paket von den Seiten von Boxee heruntergeladen. Da Boxee wie oben bereits erwähnt auch viele Services wie Youtube und ähnliches integriert kommt man um die Installation von Flash nicht herum, wenn man alle Funktionen nutzen möchte. Boxee hat so einige Abhängigkeiten, die zuerst gelöst werden müssen. Das geht am einfachsten folgendermaßen:

sudo apt-get install libglew1.5 liblzo2-2 libsdl-image1.2 libsdl-gfx1.2-4 libmad0 libtre5 xsel libenca0 libmms0 flashplugin-nonfree flashplugin-installer mysql-common libmysqlclient16 libxmlrpc-core-c3 libxmlrpc-c3

danach kann man der heruntergeladene Paket mit:

sudo dpkg -i Pfad_zumPaket/Paketname.deb installieren.

Im Anschluss findet man Boxee im Menüeintrag unter Multimedia und kann es von dort aus starten. Beim ersten Aufruf muss man sich einloggen oder einen Account bei Boxee anlegen, ohne läßt sich Boxee nicht starten. Das ist aus meiner Sicht nervig, hier setzt man auf jeden Fall auf Zwang.
Die Oberfläche sieht wie zu erwarten den anderen Multimedia-Center Lösungen ähnlich, einzig besser ist die vorbereitete Integration der Onlinedienste, die aber ihren Schwerpunkt eindeutig auf amerikanische Medien legt. Allerdings muss ich erwähnen, dass mit 1GB Arbeitspeicher, das ganze sehr ruckelig lief und nicht sehr angenehm zu bedienen war.
Fazit: Für mich kommt Boxee überhaupt nicht in die Tüte, mir kommt das Ganze so vor als reitet man hier auf der Welle von OpenSource und freier Software als die man die Lösung eindeutig in seinem Werbevideo bezeichnet. Der Zwang sich selbst für die Sourcen einloggen zu müssen und diese auch nur für die Entwicklungsversion (tja stellt mal die stabilen bereit, da käme vielleicht einer auf die Idee das für Fedora und openSUSE zu packen) bereit zu halten, hält bei mir den Spaß in Grenzen. Allerdings vom technischen Standpunkt ein gelungenes Multimedia-Center.

Screencast-Tutorial Inkscape “Ubuntu – Circle of Friends”

Es ist wieder an der Zeit für das nächste Inkscape-Screencasttutorial, dieses mal wird das Logo von Ubuntu, der Circle of Friends erstellt. Das entsprechende Tutorial gibt es noch einmal hier zum nachlesen.

Mozilla Security Bug Bounty Program

Dank Linspire und Mark Shuttleworth gibt es nun statt nur 500$ ganze 3000$ und oben drauf gibt es ein T-Shirt, wenn man eine Schwachstelle in Mozilla entdeckt, die sich über das Internet bzw. das Netzwerk ausnutzen läßt und noch nicht dokumentiert ist, findet. Das “Mozilla Security Bug Bounty Programs” läuft bereits seit 2004. Das Programm erstreckt sich auf alle Software von Mozilla also Firefox, Thunderbird, Firefox Mobile sowie alle Mozilla-Dienste.  Bugs  in Software von Drittanbietern, etwa Browser-Add-ons oder -Plug-ins, zählen hingegen nicht und Mitarbeiter von Mozilla sowie Entwickler, die an der Software mitgearbeitet haben sind von der Gewinnchance ausgeschlossen.

Daten in der Cloud – SpiderOak

Mit der gestern veröffentlichten neuen openSUSE Version 11.3 wird auch ein Backup-Client namens SpiderOak mit ausgeliefert. SpiderOak gibt es für Linux, Windows als auch Mac und ermöglicht es, seine Daten auf einen externen Server zu sichern und synchron zu halten. SpiderOak ermöglicht es dem Nutzer jedes von ihm angegebene Verzeichnis auf seinem Computer zu sichern andere Dienste wie Dropbox ermöglichen ja nur ein Verzeichnis. SpiderOak löscht dabei keine jemals auf den Server gespeicherten Daten oder überschreibt diese, das muss manuell vom Client aus getan werden. Die Daten können jederzeit im Hintergrund übertragen werden. Es ist möglich Verzeichnisse über sogenannte ShareRooms im Web mit anderen zu teilen.
SpiderOak nutzt dabei verschlüsselte Datenträger und clientseitige Keygeneration, so das auch Mitarbeiter von SpiderOak keinen Zugang zu den Daten der Nutzer haben. Das nennt man “zero-knowledge Datenverschlüsselung”. Zur Verschlüsselung wird eine Kombination von 2048 RSA und 256-bit AES benutzt.
Einige Komponenten des SpiderOak Clienten sind OpenSource und der Client soll in Zukunft vollkommen OpenSource werden.

SpiderOak bietet zwei verschiedene Account-Typen an, den kostenlosen mit 2GB Speicherplatz und SpiderOak Plus+ für 10$ bzw 5$ monatlich für Studenten für jede weitere 100GB oder 100$ im Jahr für je 100GB. Nach oben setzt dabei nur der Geldbeutel die Grenze. Zur Zeit offeriert SpiderOak einen 155igen Rabatt für alle die openSUSE benutzen. Einfach openSUSE bei der Anmeldung angeben.

SpiderOak läßt sich bei openSUSE einfach via zypper oder YaST installieren, man findet es in den Non-OSS Repositories, aktuell läßt sich da aber eine Paketabhängigkeit nicht auflösen, die sollte aber mit den nächsten Updates verschwinden. Als Lösung dafür kann man derzeit den Client von SpiderOak installieren, der unterliegt dann aber nicht dem Updatzyklus. Aber auch für andere Linux-Distributionen gibt es entsprechende Pakete. Unter Download auf den Seiten von SpiderOak findet man derzeit Softwarepakete für CentOS/RHEL, Debian Etch, Debian Lenny,  Slackware 12.1, Ubuntu Gutsy Gibbon, Ubuntu Hardy Heron, Ubuntu Intrepid Ibex, Ubuntu Jaunty Jackalope, Ubuntu Karmic Koala, Ubuntu Lucid Lynx und für rpm-basierte Distributionen wie openSUSE, Fedora und Mandriva.

Nach der Installation kann man den Client starten und sich entweder ein Konto anlegen oder mit einem bestehenden Konto verbinden. Das Setup des Account ist mit wenigen Schritten getan und an desem Ende werden die Schlüssel generiert, dannach gilt es die entsprechenden Verzeichnisse auszuwählen und schon kann man die Daten überspielen. Irgendwie kinderleicht das Ganze.