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Boxee, naja nicht so ganz out of the Box

Noch ein Multimedia-Center, welches im Artikel über die HTPC-Lösungen nicht aufgeführt ist, ist Boxee. Boxee rühmt sich “the first “social” media center, whose free, open source, downloadable software is changing the way consumers experience media” zu sein.
Boxee bietet an Grundfunktionen, alles was die anderen Mediacenter auch bieten, also das Betrachten von Fotosammlungen, das Abspielen von Musik, das Anschauen von Fernsehen und Videos. Hinzu kommt aber eine starke Einbindung von Onlinemediendiensten wie last.fm, youtube und vielen anderen.
Boxee ist an und für sich freie Software, da aber der Schwerpunkt von Boxee darauf liegt ein “Social” Media Center zu sein, dass heißt man kann das was man ansieht mit seinen Freunden teilen, ist ein Login bei Boxee erforderlich.
Boxee ist für Windows, Mac und natürlich für Linux erhältlich. Auf den Seiten von Boxee findet man entsprechende Softwarepakete, allerdings nur für Ubuntu. Die Quellen scheint es jeweils nur für die unstabile Version zu geben und auch das nur gegen Login, nicht so ganz Open Source aus meiner Sicht. Dafür kann man Boxee jetzt auf einer “Box” erwerben. In Zusammenarbeit mit D-Link hat man eine Hardware-Box(ee) vorgestellt, die neben einem extravaganten Design, welches fürs Wohnzimmer durchaus geeignet ist zahlreiche Anschlüsse, wie HDMI ausserdem gibt es aber auch getrennte Audio-Ausgänge (optisch und analog), sowie zwei USB-Ports und einen Slot für SD-Karten. Für die Netzwerkfunktionen integriert man WLAN (802.11n) und einen Ethernetanschluß. Die Fernbedienung besitzt auf der Rückseite eine vollwertige QWERTY-Tastatur. Preislich soll sich das Ganze um die 200$ bewegen. Mehr dazu auf den Seiten von Boxee.

Ich jedenfalls hab Boxee erst einmal kurz ausprobiert und auf einer Ubuntu 10.04 Installation aufgesetzt. Dafür habe ich mir das entsprechende Paket von den Seiten von Boxee heruntergeladen. Da Boxee wie oben bereits erwähnt auch viele Services wie Youtube und ähnliches integriert kommt man um die Installation von Flash nicht herum, wenn man alle Funktionen nutzen möchte. Boxee hat so einige Abhängigkeiten, die zuerst gelöst werden müssen. Das geht am einfachsten folgendermaßen:

sudo apt-get install libglew1.5 liblzo2-2 libsdl-image1.2 libsdl-gfx1.2-4 libmad0 libtre5 xsel libenca0 libmms0 flashplugin-nonfree flashplugin-installer mysql-common libmysqlclient16 libxmlrpc-core-c3 libxmlrpc-c3

danach kann man der heruntergeladene Paket mit:

sudo dpkg -i Pfad_zumPaket/Paketname.deb installieren.

Im Anschluss findet man Boxee im Menüeintrag unter Multimedia und kann es von dort aus starten. Beim ersten Aufruf muss man sich einloggen oder einen Account bei Boxee anlegen, ohne läßt sich Boxee nicht starten. Das ist aus meiner Sicht nervig, hier setzt man auf jeden Fall auf Zwang.
Die Oberfläche sieht wie zu erwarten den anderen Multimedia-Center Lösungen ähnlich, einzig besser ist die vorbereitete Integration der Onlinedienste, die aber ihren Schwerpunkt eindeutig auf amerikanische Medien legt. Allerdings muss ich erwähnen, dass mit 1GB Arbeitspeicher, das ganze sehr ruckelig lief und nicht sehr angenehm zu bedienen war.
Fazit: Für mich kommt Boxee überhaupt nicht in die Tüte, mir kommt das Ganze so vor als reitet man hier auf der Welle von OpenSource und freier Software als die man die Lösung eindeutig in seinem Werbevideo bezeichnet. Der Zwang sich selbst für die Sourcen einloggen zu müssen und diese auch nur für die Entwicklungsversion (tja stellt mal die stabilen bereit, da käme vielleicht einer auf die Idee das für Fedora und openSUSE zu packen) bereit zu halten, hält bei mir den Spaß in Grenzen. Allerdings vom technischen Standpunkt ein gelungenes Multimedia-Center.

Testpiloten für Firefox v4

Das Mozilla-Projekt hat die erste Betaversion für den Firefox 4 veröffentlicht. Diese Version gibt einen kleinen Vorgeschmack, welche Features in der nächsten Version des beliebten Browsers enthalten sein werden. In der Windowsversion findet man die Tabs jetzt ganz oben, in der Linux und MacOS Version wird das noch folgen. Die Bookmark-Toolbar wurde gegen einen Bookmark-Button eingetauscht. In der Location-Bar kann man jetzt nach offenen Tabs suchen. Ausserdem gibt es einen neuen Addon-Manager, dessen Userinterface sich auch noch bis zur finalen Version ändern wird. Ausserdem gibt es eine Crashprotection wenn die Adobe Flash, Apple Quicktime oder Microsoft Silverlight Plugins abschmieren. Und jede Menge anderer neuer Features. Mehr dazu gibt es in den entsprechenden Releasenotes

Die Betaversion enthält ausserdem ein neues Feedback Addon, mit dem man gleich Feedback geben kann und enthält ausserdem Mozilla Labs’ Test Pilot und fragt ob man anonym an der Umfrage teilnehmen möchte. Die Betaversion kann man sich hier zum Testen herunterladen. Es wird auch darum gebeten nach Möglichkeit, den Add-on Compatibility Reporter zu installieren um die Combatibilität der Addons zu testen.

Nachtrag: Ich muß hier doch tatsächlich einen Nachtrag machen und zwar hat mich darix im IRC gerade darauf hingewiesen, dass es in den Repositories von openSUSE die entsprechenden Binärpakete gibt: http://download.opensuse.org/repositories/mozilla:/alpha/

Firefox 3.6.4: crash protection for Flash and friends

Just erschien ein Update zu Firefox, Version 3.6.4. Neu an dieser, neben den üblichen Bugfixes, ist Crash-Protection für Windows und Linux. Stürzt in Zukunft ein Plugin ab, so kann man die Seite schlicht neuladen und die Arbeit fortsetzen. Eine komplette Blockierung, wie zuvor üblich, sollte zumindest in der Theorie der Vergangenheit angehören. Firefox holt nun endlich zu Google Chrome auf, welcher diesen Schutz allgemein mittels einem Thread pro Tab verwirklicht. Im Moment jedoch beschränkt sich der Schutz bei Firefox 3.6.4 noch auf Apples Quicktime, Adobes Flash und Microsofts Silverlight. Have phun. :-)

Skriptmonster gesucht! Welche Seite hat die meisten Skripten?

Es ist schon erstaunlich, wieviele Skripten (Java, Flash, Javascript …) manche Webseiten glauben, ausführen zu müssen. Während manche Skripten nur funktionaler Natur sind („Toll! Ein buntes Video!“), sammeln andere fleißig Nutzerdaten oder können gar eine Gefahr für das System darstellen. Um die Flut an Skripten einzudämmen, habe ich schon vor geraumer Zeit das Firefox Addon [...]

Browser-Adventures

Irgendwie läßt mich der “optimale” Browser wohl nicht zur Ruhe kommen. Auf der einen Seite bin ich mit Opera und seinem Ressourcenverbrauch und seinem Speed absolut zufrieden. Auf der anderen Seite kommen mir immer mehr Seiten unter die nicht mit ihm funktionieren. Bestimmte Seiten sagen zu mir ich soll mal Cookies aktivieren und ichfrag mich nur wie. Bei Google ist es ganz witzig, da kann ich mich einloggen und werde nicht weitergeleitet. Bei Neuaufruf der Seite bin ich aber eingeloggt, ebenso bei Yahoo oder Twitter wo ich tagelang vor einem Rätsel stand und mir immer wieder eine Fehlerseite gezeigt wurde, bis ich das Ganze mal mit dem Firefox probiert habe. Das bei mir im Opera kein Flash läuft kann ich ja akzeptieren. Aber das Javascriptinhalte nicht gehen ist in der heutigen Zeit nimmer so toll.

Ich bin also immer noch auf der Suche nach meinem Optimumbrowser. Eine Weile hab ich auf Bonsai mit Arora gespielt. Ein Browser der mir nach seienńem Ansatz nur Browser zu sein, schon einmal gefiel.  Zusätzlich bringt er zwei Features mit, die ich neckisch und nützlich finde. Das ist zum einem der Privacymode und zum zweiten das ClickToFlash-Plugin. Wie ich schon mal schrieb, donnern einige heute ihre seiten derartig mit Flash zu, dass der Browser echt viel zu verarbeiten hat und massig nach Ressourcen schreit. Beim Arora erscheint da nur ein kleiner Buton und wenn ich das Flash angezeigt bekomem will, klick ich drauf. Wirklich nützlich! Das das selbst auf den Seiten von Arora als Plugin betitelt wird legt natürlich nahe, dass es so etwas auch für Firefox gibt und in der Tat wird man da fündig. FlashBlock heißt das entsprechende Plugin. Arora setzt auf Webkit auf und benutzt QT4 was mir den Spaß ein wenig verdorben hat. Aber  vielleicht wird er es demnächst.

Auf dem Ersatz für Bonsai werkelt jetzt nach dem verscheiden der Vorgängermaschine eine openSUSE und irgendiwe hab ich den Eindruck, dass da der Firefox etwas flüssiger arbeitet. Von der Ladegeschwindigkeit reicht er zwar immer noch nicht an Opera heran, aber der Ressourcenverbrauch der mir dann doch etwas wichtiger ist, ist nicht mehr so das der Lüfter gleich anspringen muss. Fehlen mir nur zwei Dinge die ich beim Opera schick finde. Mal ehrlich gesagt nutze ich nicht allen Kram der in Opera drin ist. Feedreader, Mailclient oder Torrentclient sind für mich diesbezüglich ohne jeglichen belang. Speeddial ist allerdings für mich neckisch - Bookmarks sind da für mich weniger von Interesse. Das Problem ließe sich lösen, das es das für Firefox als Plugin gibt. Da ich auf Sheeba eh einen Firefox laufen habe, hab ich das Plugin auch mal kurz getestet und ich muss sagen, es sagt mir zu. Die Ansicht des Speed-Dials ist erstmal so wie beim alten Opera nur 9 Voransichten, dass war eines worüber ich mich gefreut hab beim neuen Opera ich bin mit den 9 Fenstern. Mehr von diesen lassen sich über die Gruppierung lösen, was aus meiner Sicht allerdings Schwachsinn ist, ein Klick mehr ^^

Überraschend sind allerdings dann die Einstellungsmöglichkeiten. Die von den Refreshzeiten, bis zu eigenen Bildern reichen.

Auch ein weiteres Feature läßt sich mittels Plugin lösen, es gibt zwei Firefox-Plugins für das Systemtray, wobei MinimizeToTray mit Linux nicht funktioniert. Aber FireTray tut es.

Bleiben für mich nur zwei weitere Dinge die wünschenswert wären. Als erstes speichere ich auch gerne Mal eine Seite offline ab. Firefox speichert aber eben Seiten als HTML-Quelltext mit den zugehörigen Bildern in einem weiteren Verzeichnis ab. Fürs Nachbearbeiten richtig praktisch, hält man aber eine größere Anzahl von Seiten offline vorrätig und vor allem will diese auch mal auf einem anderen Rechner nutzen eher unpraktisch. Opera hingegen speichert die Seiten als .mht ab. Aber auch hier schafft ein Plugin für Abhilfe und noch besser ich kann entscheiden ob ich als mht abspechern möchte. Das Plugin heißt UnMHT, damit kann ich auch meine alten gespeicherten Seiten wieder öffnen.

Jetzt müßte ich nur noch dem Firefox beibringen nicht nur Seiten wieder zu öffnen, wenn mehrere Tabs beim schließen geöffnet sind. Und btw. wäre es wirklich schicker wenn er sie cachen würde, wie das Opera tut. Hier hab ich mir noch keine Abhilfe geschaffen. Aber vielleicht hat da ja jemand einen Tip.