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Von buergermeister, am 16.07.2010
Mit der gestern veröffentlichten neuen openSUSE Version 11.3 wird auch ein Backup-Client namens SpiderOak mit ausgeliefert. SpiderOak gibt es für Linux, Windows als auch Mac und ermöglicht es, seine Daten auf einen externen Server zu sichern und synchron zu halten. SpiderOak ermöglicht es dem Nutzer jedes von ihm angegebene Verzeichnis auf seinem Computer zu sichern andere Dienste wie Dropbox ermöglichen ja nur ein Verzeichnis. SpiderOak löscht dabei keine jemals auf den Server gespeicherten Daten oder überschreibt diese, das muss manuell vom Client aus getan werden. Die Daten können jederzeit im Hintergrund übertragen werden. Es ist möglich Verzeichnisse über sogenannte ShareRooms im Web mit anderen zu teilen.
SpiderOak nutzt dabei verschlüsselte Datenträger und clientseitige Keygeneration, so das auch Mitarbeiter von SpiderOak keinen Zugang zu den Daten der Nutzer haben. Das nennt man “zero-knowledge Datenverschlüsselung”. Zur Verschlüsselung wird eine Kombination von 2048 RSA und 256-bit AES benutzt.
Einige Komponenten des SpiderOak Clienten sind OpenSource und der Client soll in Zukunft vollkommen OpenSource werden.

SpiderOak bietet zwei verschiedene Account-Typen an, den kostenlosen mit 2GB Speicherplatz und SpiderOak Plus+ für 10$ bzw 5$ monatlich für Studenten für jede weitere 100GB oder 100$ im Jahr für je 100GB. Nach oben setzt dabei nur der Geldbeutel die Grenze. Zur Zeit offeriert SpiderOak einen 155igen Rabatt für alle die openSUSE benutzen. Einfach openSUSE bei der Anmeldung angeben.
SpiderOak läßt sich bei openSUSE einfach via zypper oder YaST installieren, man findet es in den Non-OSS Repositories, aktuell läßt sich da aber eine Paketabhängigkeit nicht auflösen, die sollte aber mit den nächsten Updates verschwinden. Als Lösung dafür kann man derzeit den Client von SpiderOak installieren, der unterliegt dann aber nicht dem Updatzyklus. Aber auch für andere Linux-Distributionen gibt es entsprechende Pakete. Unter Download auf den Seiten von SpiderOak findet man derzeit Softwarepakete für CentOS/RHEL, Debian Etch, Debian Lenny, Slackware 12.1, Ubuntu Gutsy Gibbon, Ubuntu Hardy Heron, Ubuntu Intrepid Ibex, Ubuntu Jaunty Jackalope, Ubuntu Karmic Koala, Ubuntu Lucid Lynx und für rpm-basierte Distributionen wie openSUSE, Fedora und Mandriva.
Nach der Installation kann man den Client starten und sich entweder ein Konto anlegen oder mit einem bestehenden Konto verbinden. Das Setup des Account ist mit wenigen Schritten getan und an desem Ende werden die Schlüssel generiert, dannach gilt es die entsprechenden Verzeichnisse auszuwählen und schon kann man die Daten überspielen. Irgendwie kinderleicht das Ganze.
Von buergermeister, am 15.06.2010
Nachdem die Nachrichten die Runde machen, das Debian Squeeze Ende August eingefroren wird, ruft nun der Debian Project Leader Stefano Zacchiaroli in seinem Blog zu einer Art Grafik-Wettbewerb auf. Also wer Skills im Umgang mit Grafiken hat und ein Debian-Enthusiast ist, sollte sich zuerst einmal auf der Artwork requirements-Seite im Debian Wiki umschauen. Und kann nachher schon einmal hier die Vorschläge für Squeeze im “Contest” anschauen und natürlich dort auch eintragen. Also viel Spaß beim mitmachen.
Von buergermeister, am 13.06.2010
Der LinuxTag in seiner 16ten Ausgabe ist nun seit gestern Geschichte, und ich bin auch schon wieder zu Hause. Die Mails sind alle nun gelesen, alle die mir noch am Montag oder noch später geschrieben haben, sie hätten gern ein Freiticket hatten ziemliches Pech. Am Montag hatte nämlich mein Mailserver einen Ausfall und er hat die Queue erst am Dienstag abgearbeitet und da war ich aber schon unterwegs in Richtung Berlin. Während der Woche hatte ich aber auch keine Zeit groß Mails zu lesen oder gar zu bloggen, das wird langsam zur Gewohnheit
Das wird aber jetzt nachgeholt und zwar mit diesem Artikel, was meinen Talk betrifft da ja einige die Folien erwarten auch dazu werde ich noch einen Artikel verfassen. Ich bin wie bereits erwähnt am Dienstag Morgen nach Berlin gefahren und zwar wie schon öfter mit dem Vogtlandexpress. Ich mag diese Privatbahn, erstens ist sie schneller, zweitens wesentlich günstiger und der Service ist einfach mal super. Ich war dann auch relativ zeitig in Berlin und in diesem Jahr standen schon die Stände und so ging der Aufbau eigentlich zügig von statten, nur kam einfach alle Technik für RadioTux zu spät an.
Ich war dann später noch mit Roman im Zollpackhof einem schicken Biergarten im Zentrum Berlins direkt gegenüber des Kanzleramtes um am Mozilla Meetup teilzunehmen. Eine lockere Runde in der man, eine Menge Leute aus der Mozilla Corporation und Community treffen konnte. So hatten wir die Gelegenheit mit Carsten Book, Axel Hecht und Dr. Barbara Hüppe über ihre Arbeit bei Mozilla zu sprechen. Anwesend war auch Mitchell Baker aber sie ist an diesem Tag erst angereist und hatte einen Jetlag und so haben wir auf ein Interview verzichtet. Wir hoffen natürlcih, dass wir irgendwann einmal die Gelegenheit zu einem Interview bekommen. Das Interview ist übrigens schon veröffentlicht und ihr könnt es hier finden.

Der Mittwoch begann bei der Tag eigentlich sehr chaotisch und so sind einige Interviews leider ausgefallen, vor allem während ich zu Eröffnungspressekonferenz war. So fielen die Interviews über die GUUG und das Interview mit Jos Poortvliet aus, der bereits Cornelius Schumacher im ersten Interview vertreten mußte. Das Interview mit Mandrivauser haben wir ja am Samstag noch nachgeholt. Auch hatten wir am Mittwoch noch technische Probleme. Der auf der Open Source Arena eingesetzte Switch war einfach zu schwach. Das Problem war aber am nächsten Tag beseitigt, allerdings hatten wir dadurch keine Aufzeichnung der zwei dort geführten Interviews. Den Abend habe ich dann auf dem GUUG-Abend ausklingen lassen und bin so erst wieder um 2.30 Uhr im Bett gewesen.
Am Donnerstag war bei uns schwerpunktmäßig sozusagen Debian Day. Am Donnerstag und Freitag fand ja im Untergeschoß der Messehalle die MiniDebConf statt. Diese Veranstaltung ist ein kleiner Ableger der großen, dieses Jahr in New York stattfindenden, DebConf. Wir haben unser Programm mit einem der Organisatoren dieser Veranstaltung begonnen. Das Highlight des Tages war wohl das Interview mit dem derzeitigen Debian Project Leader Stefano Zacchiroli, dessen Interview ihr hier finden könnt. Ausserdem hatten wir ja Alexander Reichle-Schmehl aka tolimar zu Gast, der uns erzählt hat wie man am Debian-Projekt mitwirken kann. Mit der Präsenz von Debian in unserem Programm bin ich dieses Mal sehr zufrieden, die Stammhörer von RadioTux wissen wohl, dass Debian sonst immer ein wenig kurz wegkommt, was allerdings nicht an uns liegt. Während sich die Masse der MiniDebConf-Teilnehmer eher auf die Bug-Sqashing Party begeben hat, haben wir den Abend on the beach ausklingen lassen. Die LinuxNacht fand dieses Mal inder Box at the Beach statt, eine tolle Location und wir hatten auch das passende Wetter dafür. Das wir vom Strand um 23.00 Uhr vertrieben wurden, hatte leider polizeiliche Gründe und das auch dieses Jahr magere Angebot für die Vegetarierer hat der Veranstalter durchaus selbst erkannt.

Am Freitag galt dann unser Programm überwiegend openSUSE und auch so gut wie kein Interview ist ausgefallen. Eines der Highlights des Tages war wohl das Interview mit Stormy Peters und Vincent Untz von der Gnome Foundation, welches übrigens witzigerweise Frank Karlitschek geführt hat. Wir hatten aber auch ein Telefoninterview mit Will Stephenson und Stefan Kuhlow nach Nürnberg um über die gleichzeitig stattfindende HackWeek 5 zu berichten. Das Interview könnt ihr hier finden. Nach dem Interview von Stormy und Vincent gab es noch einen weiteren Höhepunkt auf der kleinen Univention-Bühne, wir hatten Larry Augustin den CEO von sugarCRM zu Gast, der uns ein wirklich tolles Interview gegeben hat. Wenn das dann fertig geschnitten ist also unbedingt reinhören.
Am Samstag galt ein Großteil unseres Programmes Ubuntu und so hatten wir die Jungs von ubuntuusers zu Gast, haben ein Interview zu Communtu geführt und hatten jede Menge weitere Gäste rund um Ubuntu. Es gibt ja auch bereits einen Artikel im ikhaya von ubuntuusers zur Präsentation auf dem LinuxTag und natürlich auch zu unseren Interviews. Das absolute Highlight des Tages in unserem Sendeplan war wohl Mark Shuttleworth und man muss sagen das einzige Mal in der Woche, dass die Sitzplätze vor der Bühne und auch der Gang davor richtig gefüllt war. Wir haben uns von Mark einige Autogramme geben lassen, die wir natürlich nicht selbst behalten werden, sondern irgendwie über RadioTux verlosen werden. mal sehen, da lassen wir uns etwas einfallen. Der Abend endete dann wie in den letzten Jahren mit dem Besuch der C-Base wo Ubuntu Berlin gegrillt hat.
Insgesamt war der LinuxTag dieses Jahr sehr toll, wenn man von kleineren Fehlern absieht. Eine Zunahme der Besucher gab es auf jeden Fall und ein frischer Wind war auch zu verspüren. Ich bin auf jeden Fall auch wieder auf dem nächsten LinuxTag, der dann allerdings schon im Mai statfinden wird. Der Termin ist im nächsten Jahr der 11.-14. Mai 2011.
Von Roman Hanhart, am 14.05.2010
Einer der wohl bekanntesten Rettungsanker nebst Knoppix dürfte wahrscheinlich grml sein. Die Debian-basierende Distribution, welche dereinst auf Knoppix aufsetzte, wurde just vor einigen Tagen in der neuen Version 2010.04 veröffentlicht. Am 22. Oktober 2004 erblickte grml offiziell das Licht der Bits und Bytes. Die erste Version mit der Nummer 0.1 hiess damals OS 04.
grml gibt es als 32- und 64bit-Version, nebenher als Medium oder Small-Edition mit mehr oder weniger Tools und Programmen auf dem Datenträger. Da grml hauptsächlich als Rettungswerkzeug benutzt wird – und man bei der Installation auf die Harddisk gefragt wird, ob man wisse, was man tue – ist das Linux konsequenterweise als Live-CD erhältlich; das ISO lässt sich natürlich auch auf einen USB-Stick “brennen”. Die aktuelle Version trägt den “Übernamen” grml-Monster. Die Liste der vorhandenen Applikation ist recht umfangreich; hier bemerkt man die Vererbung von Debian. Übrigens hiess die Version 2008.11 “Schluchtenscheisser”.

grml ist vor allem für System-Administratoren interessant und eher weniger geeignet, um damit am Rechner zu arbeiten. Das ginge wohl auch, aber die Entwickler, welche allesamt Familiennamen aus unseren Breitengraden tragen, setzen offenbar ganz bewusst auf die Fähigkeiten, ein defektes System zu retten. Ausserdem sei das Linux für Benutzer geeignet, die gerne im Textmodus wirken.
Grml is a bootable live system (Live-CD) based on Debian. Grml includes a collection of GNU/Linux software especially for system administrators and users of texttools. Grml provides automatic hardware detection.
Beim Start vom grml wird zunächst die Hardware durchsucht und sehr oft sauber erkannt. Bereits mit auf der CD (Version Release grml64 2010.04 – Codename Grmlmonster) sind diverse Arbeitsumgebungen wie fluxbox, ion, twm, fvwm-crystal oder wmii vorhanden und können, sofern das Bootmedium die richtigen Konfigurationsdateien enthält, direkt ab dem grml-Startbildschirm gestartet werden. Ich nutzte nach dem Bootvorgang die Taste c, worauf sich dann automatisch das Tastaturlayout für die Schweiz eingerichtet hat.

Es existiert ein deutsches Handbuch zu grml, welches allerdings eher die Meta-Themen behandelt und weniger auf den Betrieb von grml eingeht. Und natürlich bestehen weitere Dokumentationen zu diesem Rettungssystem, in denen in englischer Sprache die relevanten Informationen zum Betrieb von grml zu finden sind. Ausserdem ist ein Wiki (Doku-Wiki) verfügbar, in dem weitere, vertiefende Informationen, aber auch das Bug-Tracking zu finden sind.
Eine weitere, besonders interessante Eigenschaft von grml ist die Verwendung von Zsh. Auf der Bücherliste sind dazu auch einige Fachbücher zu diesem Thema verlinkt. Die Z-Shell oder eben die Zsh ist ist eine Unix-Shell, die sowohl als interaktive Login-Shell, als auch als ein mächtiger Kommandozeileninterpreter für Shellskripte verwendet werden kann. Sie nutzt einen etwas gewöhnungsbedürftigen Syntax, ist aber umso mächtiger. Dazu gibt es eine eigene Wiki-Seite. Es gibt auch unter Ubuntu eine Möglichkeit, die Zsh zu nutzen. Bei Bedarf lässt sich aber unter grml auch eine andere Shell nutzen, so zum Beispiel die Bash.
Ebenso spannend und eher etwas ungewöhnlich, dafür aber sehr praktisch, ist die Werkzeugkiste namens Cdrtools, die mitgeliefert wird. Damit lassen sich diverse Aufgaben rund um das Brennen von CDs und DVDs erledigen. grml ist wohl einer der wenigen Distributionen, die auf einer LiveCD das Tool führt.

Das Logo der aktuellen Version bildet ein Monsterli ab, ein freundliches zwar, aber es besitzt ganz beachtliche Zähne. Und diese sind dann auch spürbar, wenn man es sich weniger gewohnt ist, mit der Z-Shell zu arbeiten. Ganz so einfach ist es nicht, obschon sich die Einarbeitungszeit lohnen dürfte, will man grml als Rettungsanker nutzen. grml ist sicherlich keine Linux-Distribution für Anfänger oder Liebhaber einer grafischen Arbeitsumgebung. Das will sie auch nicht sein, sondern konzentriert sich auf Rettungen und dient GUI-Allergikern als Spielweise oder Arbeitsinstrument.
Mika Prokop schrieb im August 2009 einen recht interessanten und ergiebigen Beitrag zu grml auf der Linux Community. Auf der Projekt-Website von grml sind weitere Medienberichte zu grml aufgelistet, dabei ein eigener Bereich für deutsche Artikel.
grml lässt sich direkt ab der Projekt-Website herunterladen. Falls kein Breitband-Internet zur Verfügung steht, kann eine CD bei der Tuxpost gegen drei Euronen plus Versandkosten bestellt werden. Ähnliche Artikel
Ich denke zu grml muß nicht mehr viel gesagt werden. Es ist die Admin-Scheibe schlechthin und ist gleichermaßen im Linux-Umfeld, als auch BSD-Gefilden akzeptiert. Mit von der Partie ist der aktuelle Kernel 2.6.33.x, GCC 4.4.x, dazu kommt eine VNC-Boot-Option usw., nicht zu vergessen natürlich die üblichen Verbesserungen und Ergänzungen, en detail im Changelog aufgeführt. Wie üblich ist die Scheibe in 32 und 64Bit erhältlich, diverse Größen gibts ebenso und das Image läßt sich sowohl auf CD als auch USB-Stick bannen. Wem dies alles nicht genügt, der kann sich auch recht einfach seine eigene Live-Distro erzeugen oder grml regulär installieren. Der Fantasy sind keine Grenzen gesetzt und wie man auch anhand dieses Pressetextes sieht, fühlt sich grml ebenso im professiollen Kontext heimisch.
Have phun

Von linuxnetzer, am 21.04.2010
Mit dem Tool „notify-send“ kann man über die Kommandozeile Nachrichten an den Gnome-Desktop versenden. Hier ein kleines Beispiel mit einer Testnachricht: Läuft z.B. ein länger andauerndes Skript, kann man sich dessen Beendigung grafisch am Desktop anzeigen lassen, ohne dass man alle paar Minuten dies manuell überprüfen muss. Um z.B. die Benachrichtigung „Backup beendet“ am Desktop [...] 
Von buergermeister, am 31.03.2010
Es ist wieder soweit, ein ganzes Jahr ist um, jedenfalls für RadioTux. RadioTux feiert seinen nunmehr 9ten Geburtstag. Dieses Jahr gibt es aber nicht wie sonst üblich ein reines Geburtstagsspezial, mit Grüßen und Glückwünschen der Hörer und einem Rückblick auf das vergangene Jahr sondern eine themenorientierte Magazinsendung und zwar über das Thema Linux in Lateinamerika und die FLISOL. Dieses Mal habe ich wieder eine Menge Arbeit in die Sendung investiert (ich glaub eigentlich das mache ich immer ) und eine Menge Mails geschrieben und Kontakte hergestellt und recherchiert. Ich habe ja auch schon wieder begonnen an der nächsten Sache für RadioTux zu arbeiten, den Livestreams vom LinuxTag. Ich kann schon mal soviel verraten wir haben eine Menge da vor. Derzeit läuft bei RadioTux übrigens eine Aktion zur Unterstützung wir brauchen dringend neue Hardware (der auf dem Postweg verschwundene Senderechner ist immer noch nicht ausgemerzt). Wenn ihr uns unterstützen wollt, da gibt es ein Pledgie dafür. Aber nun zum Sendeinhalt.

Das Festival Latinoamericano de Instalación de Software Libre ist weltweit größte Veranstaltung rund um Linux und freie Software. Seit 2005 findet dieser Event regelmäßig in nahezu allen Ländern Lateinamerikas gleichzeitig statt. Damals in über hundert Städten gleichzeitig und in der fünften Ausgabe beteiligen sich etwas über 200 Austragungsorte in 20 Ländern. Die Besucherzahl schwankt dabei zwischen knapp hundert und mehreren tausend Besuchern je Event. Durch die Vielzahl der Veranstaltungsorte kommen allerdings einige tausend Besucher zusammen, man geht davon aus das über 40.000 Menschen die Veranstaltungen der FLISOL besuchen.
Im ersten Jahr beteilgten sich rund 100 Austragungsorte an diesem Festival, damals hatte die größte Veranstaltung etwas über 2.000 gezählte Besucher. Bereits im Jahre 2006 nahm die FLISOL aber einen großen Aufschwung, immer mehr Orte beteiligten sich an der weltweit größten Installationsparty. Die beteiligten Usergroups und Organisatoren werden über die Jahre immer besser und die Veranstaltungen immer größer.
Die FLISOL hat dabei über all die Jahre ihren ursprünglichen Charakter als Installparty behalten. Eine Veranstaltungsform die hierzulande nahezu ausgestorben ist. Auch heute noch bildet das gemeinsame Installieren von Linux oder anderen freien Betriebssystemen oder Software den Kernpunkt aller Veranstaltungen, bei manchen auch nur den einzigen Programmpunkt. Die größeren Veranstaltungen haben neben der Installationsparty allerdings oft noch ein Vortrags- und Workshopangebot und ebenso kleinere Ausstellungen im Programm. Bei einigen Veranstaltungen gibt es auch Demonstrationen der verschiedenen Linuxdistributionen oder Spielecken, wo die jüngeren Besucher sich austoben können und dabei ganz nebenbei erfahren, dass man auch mit freier Software Spaß haben kann. Das Programm des jeweiligen Event hängt sehr stark vom Austragungsort, den Organisatoren und den örtlichen Gegebenheiten ab.
Ich habe mit drei Organisatoren von FLISOL Events per Telefon Interviews geführt um mehr über diese Veranstaltung zu erfahren. Ich habe mich über die Planungen für die Events in Caracas in Venezuela, Granada in Nicuragua und Guayaquil in Ecuador informiert.

In Venezuela werden zum derzeitigen Zeitpunkt an 19 verschiedenen Orten Veranstaltungen im Rahmen des Festival Latinoamericano de Instalación de Software Libre durchgeführt. Eine der größten Veranstaltungen mit 1.800 Besuchern im vergangenem Jahr findet in der Hauptstadt Caracas statt. Dieses Jahr wird diese Veranstaltung an der zentralen Universität, des Landes durchgeführt. Geplant ist ein großer Saal mit verschiedenen Installationspunkten für die Distributionen Fedora, Ubuntu, openSUSE, Debian Gnu/Linux, Canaima Gnu/Linux, eyeOS und openSolaris. Es wird aber auch eine große Leinwand für Videoübertragungen geben und eine Bühne für ein kleines Rockkonzert. In einem weiterem großem Saal wird es eine Vortragsreihe zu Themen rund um Linux und OpenSource geben. Die Organisatorin Maria “tatica” Leandro hat sich für dieses Jahr das ehrgeizige Zeil gesetzt, die 3.000 Besucherzahl zu erreichen. Aber nebenbei ist Maria nicht nur für die Veranstaltung in Caracas verantwortlich sondern die zentrale Ansprechperson für alle Veranstaltungen der FLISOL in ganz Venezuela.

In Nicuragua wird es dieses Jahr wohl 3 Veranstaltungen zur FLISOL geben, in Managua, Granada und Leon. Diese werden von den einzelnen landesweit organisierten Usergroups durchgeführt. Diese Usergroups für openSUSE, Ubuntu, Debian und Fedora sind in der Grupos de Usarios Gnu/Linux de Nicuragua zusammengeschlossen und veranstalten nicht nur die FLISOL gemeinsam sondern organisieren auch Events zum Document Freedom Day, dem Software Freedom Day und weitere. Im vergangenem Jahr gab es in Nicuragua nur eine zentrale Veranstaltung während des Festival Latinoamericano de Instalación de Software Libre und zwar an der Universidad Nacional de Ingenieria Campus (UNI-IES) gezählt wurden etwas über 300 Besucher, aber hier gilt wie bei allen Veranstaltungen der FLISOL so genau zählt man nicht, man hört irgendwann damit auf zu zählen
Für das Jahr 2010 haben sich die Usergroups geeinigt, dass die verschiedenen Usergroups in den drei größten Städten des Landes einzelne Veranstaltungen durchführen. Die “Garrobos”, dass ist die openSUSE Usergroup wird die Veranstaltung in Granada durchführen. Der Veranstaltungsort wird die Casa de los 3 Mundos ein Kulturzentrum sein. Ich habe mit Julio Vannini einem der Mitglieder der openSUSE Usergroup gesprochen um mehr über die Planungen für den Event zu erfahren. Es wird neben den Installationspunkten, der verschiedenen Distributionen, Demonstrationen freier Software und ein Vortragsprogramm geben.
Außerdem habe ich erfahren, was die openSUSE Usergroup in Nicuragua sonst so treibt und warum man sie die Garrobos nennt und mehr zu openGarrobito und AstroGarrobo erfahren.

Das letzte Interview habe ich mit Jose Oramas geführt, einem Mitglied der kokoa - Comunidad de Software Libre ESPOL, einer studentischen Vereinigung zur Förderung freier Software an der ESPOL (Esuela Superior Politecnica del Litoral) welche sich an eben dieser für einen der insgesamt 21 Events in Ecuador verantwortlich zeichnet. Diese Vereinigung führt seit 2006 eine Veranstaltung im Rahmen des Festival Latinoamericano de Instalación de Software Libre an ihrer Hochschule durch, am Anfang mit Startschwierigketien und dennoch etwas über 100 gezählten Besuchern und heute mit einer gut durchorganisierten Veranstaltung mit über 600 Besuchern. Auf dieser Veranstaltung wird es neben dem zentralem Punkt der Installation diverser Linuxdistributionen, Demonstrationen der verschiedenen Distributionen geben, um dem Besucher die Wahl des richtigen Linux für seinen Einstieg zu erleichtern. Ausserdem wird es einen Vortragstrack der eher endnutzerorientiert sein wird sowie für die fortgeschrittenen Linuxuser ein vielfältiges Workshop-Programm. Eine Spieleecke für die jüngeren Besucher ist ebenfalls geplant.

Das sind drei unterschiedliche Veranstaltungsorte des Festival Latinoamericano de Instalación de Software Libre wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten. Ein klein wenig getrübt wurde meine Arbeit an dieser Sendung dennoch und zwar durch das Erdbeben in Chile. Es war ein weiteres Telefoninterview mit Hector in Chile geplant, welches auf Grund dessen leider ausfallen mußte. Die FLISOL wird aus diesem Grund dort auch wahrscheinlich auf den Mai verschoben. Dafür haben wir aber ein kurzes Mailinterview mit einem anderem der Organisatoren dort.

Q: Hello Ricardo, could you introduce you a little bit? Who you are and what you doing with Free & OpenSource Software?
Ricardo: I am an engineer who works in the IT field for a living. Most of my professional jobs have been related to Database management, Java, C++, and PHP development, and I have got to say that in about one third of my jobs only I’ve been given the chance to use Linux on my primary desktop, I would say mainly due to big guys not knowing the power of Linux and FLOSS at all.
Nowaday I am starting up my own company, based on FLOSS tools, and of course using openSUSE as my favorite Linux out there. Tools I use the most include Eclipse, Python, PHP, and lately I’ve been diggin into Qt and Ruby on Rails. For openSUSE translations I do use Lokalize a lot, and for C++ I just go with Qt-Creator.
First I got to use Red Hat at college, and then I installed Debian and its derivate Ubuntu. I really Liked Debian and its APT system but found out that Gnome while being fast and simple did not have tools I needed or easily KDE apps run better on my machine, so that is how one day I asked a friend to download me a copy of openSUSE with KDE (finest KDE out there, by the way). Since that day I have been in love with the green!.
I’ve ever lived in northern Chile. I participate in the openSUSE Ambassadors program, also in the Spanish Translation and Marketing Teams. I’ve been mostly involved in translations and secondly, spreading the word at every event I can. One of my goals for this year is contributing with code so Junior Jobs are a great chance for me to enter that area. Although I have gained most of my experience developing software, I am too interested in FLOSS communities at the very same level, so I am puttig effort on both sides that are not always easy to deal with, but fun as heck!
Lately I have been participating in the new chilean KDE community so we hope to have more friends to join us by FLISOL.
Q: How is the situation in Chile, are there more users of closed/nonfree software or more with operating systems like Linux or BSD?
Ricardo: To tell you the truth, most users are on the closed software side, but I’d are to say it is changing as FLOSS movement becomes more and more popular in the last five years.
During college time, most of students feel confortable and kind of safe with their Windows machines, in some cases because it does not have the same learning curve that Linux has. and in other cases because it has all the drivers and no need to spend some time looking up the internet to fix hardware related problems, and then, again, you have those who participate in FLOSS communities or just use software libre and for one reason or another do not know how to join in a given community, which by the way, we have plenty! There are Debian Gnu/Linux, Ubuntu, Arch Linux, Fedora, Slackware, among others. That is where I find the marketing program very important for distros, and openSUSE is already on top 5 of most popular distros. so I am very thankful that you have been supporting us with merchandising items all this time.
Q: Which is the most used distribution in Chile?
Ricardo: I am going to separate waters to answer this question. As for students and small-medium companies it is Ubuntu. In the enterprise (big business) it would be Fedora (Red Hat) and/or SUSE.
Q: Ricardo your organize one of the events for FLISOL in your country, is this your first one or how many have you organized before?
Ricardo: Actually, I mostly participate in FLISOL with the local LUG and do not keep in touch with the national organization staff that much. Due to FLISOL’s nature it is much better if i’s worked as nodes, with the right feedback of course, which is and works fine for us. This is going to be my second year working hard with the La Serena/Coquimbo LUG.
Q: How many visitors had the event last years? An if you know how many visitors had the other places in Chile?
Ricardo: Wow…been looking for statistics and can’t seem to find it. So my guess is that we had around 150 visitors last year, and honestly have no idea about other cities. I am sorry.
Q: What is planned for the event in 2010?
Ricardo: After the earthquake things slowed down. Ayway, for this year we are planning to reduce the number of talks (unless we can count on a couple more rooms or so) because they are always much fun and we only have one day, so it is positive that talks last longer and it becomes hard to work out our schedule. On the other hand we have the install fest running along with the talks so we need to multipy ourselves :). This year, though, we would like to show 3-4 distros and their pros and cons so new users can choose right in place which is the flavour they’d like to try.
This year I am planning to give a talk over the openSUSE Project, which is going to be my first time doig something like that because my past presentations
happened to be mostly technical.
Q: Have you a few last word, what you like to say for the readers?
Ricardo: basically, live and love the green life. I mean, openSUSE is a great distribution in both the technical and the social area and I call you all to participate in its different areas, become an Ambassador, become a Developer, etc, it is nice to give it back!.
Neben den Interviews mit den Organisatoren der verschiedenen FLISOL Events gibt es noch Beiträge zu Linuxdistributionen aus Südamerika. Beide stammen aus der Reihe der exotischen Linuxdistributionen, hier im Blog. Beide stammen aus der Feder von Roman, er hat sich doch auch tatsächlich die beiden für diese Sendung benötigten unter den zur Auswahl stehenden Distributionen herausgepickt.
Die erste stammt aus Venezuela und ist ein Debianderivat, welches vom venezolanischem Staat ins Leben gerufen wurde. Hier geht es zu den entsprechdenden Artikeln hier im Blog und der Artikel über Canaima bei Roman im Blog. Die zweite Linuxdistribution stammt aus Brasilien und heißt BrLix entwickelt wurde sie an einer Universität und wird heute von einer Firma weiterentwickelt. Die entsprechenden Artikel über BrLix sind hier im Blog und natürlich auch bei Roman zu finden.
Außer den Rückblicken auf das vergangene RadioTux Jahr und den verschiedensten Gratulanten gibt es noch ein Interview mit Klaus Knopper zu hören. Dieser beschreibt ganz kurz wie man sich sehr günstig ein elektronisches Whiteboard selbst basteln kann. Eine entsprechenden Blogartikel mit den benötigten Dingen und verschiedenen Videos zu diesem Thema kann man unter anderem hier finden.
Die ganze Sendung wird natürlich passend zum Thema “Linux in Lateinamerika” mit Musik begleitet, so sind Laury & Cero Decibeles aus Kolumbien, Baroni One Time aus Venezuela, The Dead Rocks und Beto Campos aus Brasilien zu hören. Insgesamt eine bunte Mischung, wie ich denke. Mir hat die Sendung trotz des Stress, diese Interviewflöhe alle auf einen Haufen zu bekommen und dafür Nachts wegen der Zeitverschiebung arbeiten zu müssen, Spaß gemacht. Nach dem die Sendung fertig war haben wir festgestellt, dass es interessant sein kann, wenn man doch mehr über einzelne Länder und die dortige Situation im Bezug auf den Einsatz von OpenSource erfahren könnte. Falls das mehr wünschen, ich denke das ist ab und an schon machbar. Ich jedenfalls freue mich über Feedback zur Sendung. Aber nun genug, hier geht es zur Sendung.
P.S. übrigens werde ich höchstwahrscheinlich an der FLISOL partizipieren, wie dazu gibt es dann zur entsprechenden Zeit hier im Blog mehr zu erfahren.
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Von linuxnetzer, am 14.03.2010
Nach einem abwechslungsreichen Wochenende voller Vorträge, Workshops und Projektvorstellungen sind am Sonntag die Chemnitzer Linuxtage 2010 zu Ende gegangen. Längst haben sich die Chemnitzer Linuxtage einen festen Platz im Kalender der Freunde quelloffener Software erobert. Die gut besuchte Veranstaltung in der Technischen Universität Chemnitz zog dabei nicht nur Besucher aus dem ganzen Bundesgebiet, sondern auch [...] 
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