Dezember 2008
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Nützliches Helferlein #1 (ripMIME)

Falls man mal Anhänge aus Tausenden Mails extrahieren will, hilft das Tool ripMIME weiter.


Dies ist der letzte Blogeintrag im Jahr 2008 (hatte zwar ein paar mehr geplant, bin aber nicht dazu gekommen), deshalb wünsche ich allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr 2009!

25C3: Verwundbarkeiten in Tor

Roger Dingledine, Teamleiter des Tor-Projekts gab heute auf dem Chaos Communication Congress einen kurzen Überblick über praktische und theoretische Verwundbarkeiten des Tor-Netzwerks.

Viele der Probleme, seine Anonymität trotz Nutzung von Tor zu verlieren, werden laut Dingledine durch die Nutzung des Browsers Firefox und dem Addon Torbutton behoben: Vor allem Javascript-Reloads nach ein/aus-schalten Tors und Gefahren durch Flashanimationen die wahre Identität zu offenbaren, seien dadurch behoben. Dingledine riet daher ausdrücklich, Tor nicht mit anderen Browsern und ohne Torbutton zu nutzen. Eine weitere sichere Möglichkeit sei die Nutzung der Incognito-LiveCD, die sich innerhalb von Windows-Betriebssystemen via Qemu starten lasse, und alle mitgelieferten Programme für die anonyme Nutzung via Tor vorkonfiguriert liefere.
Die Möglichkeiten, dass darüber hinaus Tor-ServerbetreiberInnen die Identitäten der BenutzerInnen herausfinden können, schienen (imho) vor allem theoretischer Natur zu sein und allesamt zumindest erheblichen Aufwand zu bedürfen.

25C3: Alles voll und alle

Tag 2 beim diesjährigen Chaos Communications Congress - und die bisherige Bilanz lautet: Voller geht kaum! Die Vorträge sind noch überfüllter als letztes Jahr, und es beginnt stressig zu werden... und das für alle Beteiligten: Die Medical Unit ist pausenlos damit beschäftigt, in Gängen und Eingangsbereichen sitzende ZuhöhrerInnen zu vertreiben - was auf Dauer durchaus beide Seiten nervt. Nicht nur die Dauertickets sind inzwischen ausverkauft, auch gibt es keine Armbändchen mehr, wie Fefe schreibt. Letzteres ist sicherlich zu verschmerzen, Tickets gab es offensichtlich auch einfach zu viele.

Besser als im letzten Jahr ist auf jeden Fall das w-lan vor Ort, die Verbindungen halten sich (derzeit immerhin noch) sehr stabil.

Auch gab es durchaus schon ein paar recht interessante Vorträge zu sehen: Zu den Favoriten zählen bisher Das Grundrecht auf digitale Intimsphäre mit Constanze Kurz und Ulf Buermeyer, Why were we so vulnerable to the DNS vulnerability? mit Dan Kaminsky und am heutigen Tag noch der obligatorische CCC-Jahresrückblick. Nachsehen kann man diese bisher auf diesen Seiten zum Kongress.

Quote of the Day:

Medical-Unit: Macht den Eingangsbereich frei, das ist ein Fluchtweg.
Die Häfte der Leute geht, Medical-Unit geht weiter.
1er der Stehengebliebenen: Na der war ja erfolgreich.
2er der Stehengebliebenen: What did this guy say?

Video: How to circumvent censorship

Das Video ist schon eine Weile online, trotzdem soll es auch noch einmal an dieser Stelle lobend erwähnt werden: Der Howcast-Clip »How To Circumvent an Internet Proxy« bietet in nur vier Minuten einen Schnellkurs, wie man (staatliche) Zensur umgehen kann: Durch die Benutzung offener Proxies, oder auch der Anonymisierungssoftware Tor bspw. in Verbindung mit dem Tor Browser Bundle. Ein gewagtes Unternehmen, das alles in unter fünf Minuten - inkl. Erläuterung, was ein Proxy überhaupt macht - unterzubringen. Aber es hat funktioniert, und es ist sehr gut (und auch DAU-fähig) geworden:



via: https://blog.torproject.org/

Ullmax Trojaner

Durch meine doch etwas gesteigerten sportlichen Aktivitaeten, war es langsam mal an der Zeit, dass ich mir ein bisschen mehr Sportbekleidung zulege. Nachdem ich ein wenig rumgeschaut habe, waren mir Adidas/Puma/Nike und Co zu teuer. Mein Bruder hat mich auf Ullmax-Sportbekleidung hingewiesen. Er selber hatte schon ein paar Polos und war damit hochzufrieden. Daher habe ich mich einfach mal dazu durchgerungen und mir 2 Ullmax Trojaner gekauft.

Die Verarbeitung der beiden ist sehr gut: saubere Naehte, angenehmer Stoff. Die Eigenschaften beim Sport sind auch angenehm. Der Feuchtigkeitstransport vom Koerper weg funktioniert hervorragend. Das Shirt aussen war pitschnass nach dem Joggen und Kraftsporteinheiten. Der Kragen steht auch hier, wie beim Poloshirt, ausreichend geschlossen hoch. Der Preis von 24E/Trojaner ist meines Erachtens durchaus in Ordnung.

Gekauft habe ich die Shirts ueber die Seite des Team Radsports der HSG Uni Greifswald e.V. Ich muss sagen, dass das bestimmt nicht der letzte Kauf dort war. :)

1.7GB geballte Ladung Betriebssystem


FreeBSD läuft seit einiger Zeit zweigleisig, neben dem aktuellsten (ausser CURRENT versteht sich) 7.0 (auf welches bald 7.1 folgt) ist am 28. November 2008 die neuste und letzte Version der FreeBSD 6er Reihe, FreeBSD 6.4, erschienen.
Die grösste Änderung findet sich dabei allerdings nicht hier:

•New and much-improved NFS Lock Manager (NLM) client
•Support for the Camellia cipher
•boot loader changes allow, among other things, booting from USB devices and booting from GPT-labeled devices with GPT-enabled BIOSes
•DVD install ISO images for amd64/i386
•KDE updated to 3.5.10, GNOME updated to 2.22.3
•Updates for BIND, sendmail, OpenPAM, and others

Vielmehr ist es ab sofort möglich FreeBSD nicht nur als CD ISO zu beziehen, sondern auch als DVD ISO mit guten 1.7GB.

Warum allerdings die 1.7GB des 6.4 DVD-ISO mit gzip gepackt wurden und nicht mit BZip, bleibt fraglich. Wenn man schon BSD tools hierzu hat, warum dann nicht auch nutzen?


Songbird 1.0 angetestet

Nachdem vor kurzem der auf Mozilla-Technologie basierende Mediaplayer Songbird 1.0 erschienen ist, habe ich ihn heute ein wenig getestet.
Das Standarddesign erinnert ein wenig an iTunes, was mir persönlich nicht so gefällt. Songbird lässt sich allerdings leicht anpassen, sodass ich eine Amarok-ähnliche Listendarstellung der Playlist ausgesucht habe. Auf der Addon-Seite gibt es weitere Ansichten und Designs, die sich direkt aus Songbird heraus installieren lassen.
Da Songbird viel mit Firefox gemeinsam hat, kann man im Player neue Tabs öffnen und Webseiten aufrufen. Außerdem lässt er sich auch durch Addons erweitern (z.B. Adblock).

Positiv überrascht war ich von der Geschwindigkeit von Songbird. Meine Musik wurde um einiges schneller erfasst als von Amarok.
Mit dabei sind auch Unterstützung von last.fm und die Anzeige von kontextbezogenen Informationen zum aktuell gespielten Stück (Beschreibung des Interpreten, Bilder mit Slideshow, Videos).
Ein cooles Feature ist auch, dass Songbird Mediendateien in RSS-Feeds (z.B. von Podcasts) erkennt, direkt in einer Liste anzeigt und die Dateien zum Download anbietet.

Was mir bei Songbird allerdings noch fehlt, ist eine Warteschlange in die man Lieder der Playlist einreihen kann, sodass diese als nächstes gespielt werden (anstatt die Playlist von oben nach unten oder zufällig durchzugehen). Auch Unterstützung des Systemtray wäre nicht schlecht, da so nur unnötig Platz in der Fensterleiste verschwendet wird.


iTunes-ähnliches Auswahlmenü


listenartige Playlist und Slideshow


Addonseite in integriertem Browser


Anzeige von Podcasts

Songbird hat viel mehr Features als ich vorher immer gedacht habe und läuft sehr stabil. Es ist eine echte Alternative zu Amarok, iTunes und Co.
Ich bleibe jedoch weiterhin bei Amarok, da ich mich daran gewöhnt habe und es doch ein bisschen mächtiger ist. Demnächst (hoffentlich noch dieses Jahr) müsste Amarok 2.0 erscheinen, ein kompletter Rewrite für KDE4. Darauf bin ich schon richtig gespannt.